Der Bauplatz in Aeschi mit Sicht auf den Thunersee. Fotos: Stefan Rüfenacht

Architektur als Produkt zur Vermarktung

Eigentlich ist es keine schlechte Wettbewerbsaufgabe, ein Wellnesshotel mit 90 Zimmern zu entwerfen. Doch in Aeschi lockt eine Stiftung mit 3500 Franken für das Siegerprojekt. Friss oder stirb?

Neulich hatte Stefan Rüfenacht ein ungutes Gefühl. Er ist seit dem 1. Januar Partner bei Hausammann Architekten in Bern und kümmert sich auch um die Akquisition. Ein Inserat im Tec21 lud zum Besichtigungstermin nach Aeschi oberhalb des Thunersees. Die Stiftung Ferienzentrum Aeschiried will an bester Aussichtslage aus dem Haus des Blauen Kreuzes ein Wellness- und Seminarhotel mit dem Namen Alpentherme Aeschiried machen und führt einen Wettbewerb durch.Was Rüfenacht sah, ist das wahrscheinlich am schlechtesten organisierte Verfahren des Jahres. Ein Programm gibt es nicht. Gerade mal 13 A4-Seiten dünn sind die Wettbewerbsunterlagen, Anmeldeformulare inklusive. Die Jury besteht aus dem Stiftungsrat und weiteren nicht genannten Fachpersonen. Sechs Wochen Zeit haben die Architekten für ein Bauprojekt, in dem sie auch klären müssen, wie mit dem Bestand umzugehen ist. Die Gesamtpreissumme für die fünf zum Wettbewerb zugelassenen Büros beträgt 6000 Franken. Der erste Preis von 3500 Franken wird nur ausb...
Architektur als Produkt zur Vermarktung

Eigentlich ist es keine schlechte Wettbewerbsaufgabe, ein Wellnesshotel mit 90 Zimmern zu entwerfen. Doch in Aeschi lockt eine Stiftung mit 3500 Franken für das Siegerprojekt. Friss oder stirb?

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