Das leichte Dach spannt sich über die verschiedenen Gebäude: Modell der ersten Etappe.

Alles unter einem Dach

SAM Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Erweiterung eines Gebäudekomplexes in Uster. Christoph Schneider beantwortet unsere drei Fragen.



Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Christoph Schneider: Die Gebäude sind heterogen gesetzt und gestaltet. Die homogene Dachfläche, die nebst einer zeitgemässen Stromerzeugung auch den Schutz vor Sonne und Regen bewirkt, bindet diese zusammen. So wird der nötige Raum geschaffen, um eine heterogene Entwurfsstrategie durchzusetzen.
 
Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Die städtebauliche Bedeutung des Areals wird im Stadtgrundriss und Schwarzplan von Uster augenfällig. Lage und Grösse übertreffen die seit 40 Jahren gewohnte Körnigkeit. Zentrumsnah und direkt an der Bahnlinie ist es für die Stadt Uster kaum zu übersehen. Der Bestand zerfällt jedoch stadträumlich durch seine aussenräumliche Heterogenität. Das Projekt stärkt nun wieder die Einheit des Areals im Stadtraum.
 
Worin Lagen die grössten Schwierigkeiten beim Wettbewerb?
Das Areal besteht aus mehreren aneinander gebauten Gebäuden aus den siebziger Jahren. Unterschiedliche Nutzungen wie Verwaltung, Werkhof, Feuerwehr und Wohnen treffen hier auf zwei Parzellen mit je einem Eigentümer aufeinander. Die Herausforderung bestand darin, das Raumprogramm möglichst effizient in der bestehenden Struktur umzusetzen und gleichzeitig mit den notwendigen Erweiterungen, geänderten Erschliessungen und dem gemeinsamen Dach ein einheitliches Ensemble zu schaffen.

Erneuerung & Erweiterung Areal Damm-/Oberlandstr., Uster

Projektwettbewerb im selektiven Verfahren mit fünf Architekturbüros für die Stadt Uster und die Energie Uster AG
– 1. Rang: SAM Architekten und Partner, Zürich
– 2. Rang: ARGE horisberger wagen architekten / Blättler Dafflon Architekten, Zürich
– 3. Rang: BE Baumschlager Eberle, Zürich
– 4. Rang: Spühler Partner Architekten, Zürich
– 5. Rang: Hopf & Wirth Architekten, Winterthur

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