Typisch Stadt: Ein von Arkaden gesäumter Platz, den die Architekten ‹Agora› tauften.

Agora am Rheinfall

Caruso St John Architekten gewinnen den Wettbewerb für eine Zentrumsüberbauung in Neuhausen am Rheinfall. Florian Zierer beantwortet unsere drei Fragen.


Caruso St John Architects und Antón & Ghiggi gewinnen den Wettbewerb für eine Zentrumsüberbauung in Neuhausen am Rheinfall. Florian Zierer beantwortet unsere drei Fragen.

Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Die einfache Ordnung – ein Platz für alle, ein Marktplatz und ein Schulhof, der zugleich ein Stadtplatz ist – des städtebaulichen Umfeldes durch ein klaren geometrischen Eingriff. Dessen Aussenraum tauften wir auf den Namen ‹Agora›. Ihre Geometrie erinnert an die Parzellierung der Stadt an diesem Ort und an den Kirchacker, jenen historischen Platz, den es neu zu gestalten galt. In dem Sinne ist das Projekt keine Erfindung, sondern eine Findung.
Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Es nimmt die heterogenen und sehr unterschiedlichen Massstäbe der Umgebung und des Programms auf und ordnet sie um die Aussenräume. Die Durchlässigkeit ist in allen Richtungen möglich und dabei gleichzeitig einfach und stabil.
Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Die Idee und den Idealismus, die der Begriff des Stadtzentrums transportiert, weiterzudenken und gleichzeitig das sehr präzise Raumprogramm mit seinen Nutzungsverträglichkeiten und Investitionsgrössen abzubilden.

Zentrumsüberbauung Kirchacker, Neuhausen am Rheinfall
– Zweistufiger Studienauftrag im selektiven Verfahren mit sieben Teilnehmern für die Gemeinde Neuhausen am Rheinfall
– Fachjury: Fritz Schumacher (Architekt, Vorsitz), Peter Märkli (Architekt), Rita Illien (Landschaftsarchitektin), Katrin Jaggi (Architektin), Ingrid Burgdorf (Architektin, Ersatz)
1. Rang
– Caruso St John Architects, Zürich mit Antón & Ghiggi landschaft architektur, Zürich
2. Rang (in der Überarbeitung ausgeschieden)
– Meili, Peter Architekten, Zürich mit Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich
Weitere Teilnehmer
– bergamini néma architekten, Schaffhausen, aellig lamparsky architekten, Schaffhausen, götz partner architekten, Schaffhausen mit hoffmann & müller landschaftsarchitektur, Zürich
– Boltshauser Architekten, Zürich mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt, Bern
– Dubach & Agreiter Architekten, Zürich mit Rosenmayr Landschaftsarchitektur, Zürich
– Sergison Bates Architekten, Zürich mit Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau
– Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld mit Rotzler Krebs Partner, Winterthur

Kommentare

Jane 23.03.2015 21:09
Peter Märkli in der Wettbewerbsjury und Meili Peter als Teilnehmer auf dem 2. Rang? Peter Märkli und Markus Peter führen zusammen einen Lehrstuhl an der ETHZ http://www.maerkli-peter.arch.ethz.ch/ Deutlicher könnte eine Befangenheit nach SIA 142 nicht vorliegen.
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