Verglaste Laube zum Hof als Bindeglied zwischen Alt und Neu

Adäquat weiterstricken

Als Nachwuchsteam geladen, gewinnen Bischof Föhn Architekten den Wettbewerb für die Erweiterung der heilpädagogischen Rafaelschule am Zürichberg. Stephan Bischof und Norbert Föhn beantworten unsere drei Fragen.

Die Rafaelschule ist eine kantonal anerkannte heilpädagogische Sonderschule, die von einer privaten Stiftung getragen wird. Seit vierzig Jahren ist sie am Zürichberg in einem stattlichen Wohnhaus aus dem Jahr 1930 untergebracht. Schüler und Lehrpersonen schätzen das wohnliche Ambiente und den grossen Garten, weshalb sich die Stiftung entschieden hat, den kantonalen Auflagen bezüglich Raumgrössen mit einer baulichen Erweiterung und einem Umbau des Bestands vor Ort zu begegnen. Konkret soll die Geschossfläche bei gleichbleibender Schülerzahl von heute 1200 auf etwa 2000 Quadratmeter vergrössert werden, es braucht hindernisfreie und brandschutzkonforme Erschliessungsflächen, Lifte, breitere Korridore sowie Garderobennischen ausserhalb des Fluchtwegbereichs. Für den selektiven Wettbewerb haben sich 46 Teams beworden, mitmachen durften zehn. Mit Bischof Föhn Architekten (in Zusammenarbeit mit Linea landscape architecture) hat sich eines der beiden Nachwuchsteam durchgesetzt. Die Jury attestiert dem Siegerprojekt eine präzise städtebauliche Setzung, ein hochwertiges und stimmiges Freiraumkonzept und gut funktionierende Grundrisse. Die Rafaelschule werde «zu einer zeitgemässen Anlage mit sympathischer und bescheidener Ausstrahlung». Hier beantworten Stephan Bischof und Norbert Föhn unsere drei Fragen. 1. Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?  An den charaktervollen Altbau angebaut, umschliesst die Schulerweiterung zur Waldböschung hin einen hofartigen Aussenraum. Als neues architektonisches Element schafft eine hofseitig verglaste Laube die Verbindung von Alt und Neu und ermöglicht der Schule einen räumlichen Bezug zum angrenzenden Wald. Die Grundrisslösung ist einfach und überzeugend, die Erweiterung als Holzbau eigenständig aber zurückhaltend. Diese Einfachheit und Direktheit schaffen es, die vorgefundenen Qualitäten adäquat weiterzustri...
Adäquat weiterstricken

Als Nachwuchsteam geladen, gewinnen Bischof Föhn Architekten den Wettbewerb für die Erweiterung der heilpädagogischen Rafaelschule am Zürichberg. Stephan Bischof und Norbert Föhn beantworten unsere drei Fragen.

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