Von der Schulbehörde unerwünscht: Die Transformation der bestehenden Industriehallen zu einer Schule, wie sie im Projekt von Enzmann Fischer Partner und Meyer Dudesek Architekten vorgeschlagen wird.

«Aber würde man die Klimajugend fragen…»

In der Zürcher Greencity begegnet man einer ‹tristesse globale›, die ihresgleichen sucht. Nun werden für ein neues Schulhaus die letzen Industriehallen abgerissen. Eine vertane Chance für das Quartier.

15. März 2022, Gebiet Manegg. Von Saharastaub bedeckt, wirkt der neue Stadtteil zwischen Sihl und Zürich Süd unwirklich. Eine leuchtend orange gekleidete Revisionsequipe macht sich am Ampelsystem der Hauptstrasse 4 zu schaffen, die direkt auf den Autobahnknoten A3 / A3W zuläuft. Gesäumt wird die Allmendstrasse von Baustellennetzen und -kränen, eine Baustelle reiht sich an die nächste. Beim orange gefärbten Himmel handelt es sich um ein Ausnahmeereignis, doch die ‹tristesse globale›, die sich angesichts der austauschbaren Neubauten einstellt, wird hier bald Alltag sein.  Für bis zu 3000 Personen ist der « nachhaltige Stadtteil » Manegg geplant, rund 1400 Wohnungen, Bürogebäude und ein Hotel sind am Entstehen. Abgesehen von einem mondän sanierten Spinnereigebäude erinnert nicht mehr viel an die industrielle Vergangenheit des Gebiets – die ehemalige Sihlpapier-Fabrik musste den 2000-Watt-zertifizierten Maximalvolumen der ‹ Greencity Zürich › weichen. Unter dem herrschenden Neubauregime muten bereits die vereinzelten 70er- und 80er-Jahre-Bauten wie Relikte einer längst vergangenen Zeit an. Auf der Bahnstrecke, die mitten durchs Gebiet verläuft, rauscht ein Doppelstöcker vorbei und lenkt den Blick auf das Betonskelett eines weiteren Jungdinosauriers, das mit beigen Backsteinen ausgefacht ist: Zwischen Bahn und Strasse, zwischen Lärmimmission und Störfallrisiko liegen die 1956 und 1960 erbauten Hallen D und E des Oechsle-Areals, des Wettbewerbsperimeters der Schulanlage Höckler. Voraussichtlich ab 2024 werden die momentan zwischengenutzten Hallen abgerissen und dem neuen Schulhaus weichen. Eine vertane, einzigartige Chance im Umgang mit Bestehendem. ###Media_2### Heimfall Zum gewählten Standort bemerkt der nicht rangierte Wettbewerbsbeitrag von DU Studio kritisch: « Im Manegg-Areal wurde es versäumt, die künfti...
«Aber würde man die Klimajugend fragen…»

In der Zürcher Greencity begegnet man einer ‹tristesse globale›, die ihresgleichen sucht. Nun werden für ein neues Schulhaus die letzen Industriehallen abgerissen. Eine vertane Chance für das Quartier.

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