75 Jahre Flughafenarchitektur

Das Dock A am Flughafen Zürich wird ersetzt. Die Arbeitsgemeinschaft BIG, HOK und 10:8 Architekten entschieden das Verfahren diesen Sommer für sich. Ein Rück- und Ausblick auf die verschiedenen Bauetappen.

Das Dock A am Flughafen Zürich wird ersetzt. Die Arbeitsgemeinschaft BIG, HOK und 10:8 Architekten entschieden das Verfahren diesen Sommer für sich. Ein Rück- und Ausblick auf die verschiedenen Bauetappen.

Mitten in der grössten Krise der Luftfahrt, in der das Coronavirus weltweit die Flugzeuge am Boden behielt, führte der Flughafen Zürich den Wettbewerb für den Ersatzneubau des Docks A durch. Die Situation erinnert an die Zeit des Baus des Docks E vor gut zwanzig Jahren. Damals liessen das Swissair-Grounding, die Anschläge vom 11. September 2001, sinkende Börsenkurse, der Krieg im Irak und Sars die Passagierzahlen am Flughafen Zürich um 20 Prozent schrumpfen. Kein Vergleich zur Coronakrise: Sie liess die Passagierzahlen sogar um fast drei Viertel einbrechen. Braucht es da ein neues Dock A? Nun, in den Sommermonaten sind die Passagierfrequenzen bereits wieder angestiegen. Die Reiselust scheint ungebrochen, und damit dies so bleibt, sucht die Luftfahrt nach Lösungen, das Fliegen möglichst klimaneutral zu machen. Architektonische Höhepunkte Der Flughafen in Kloten ist ein Konglomerat unterschiedlicher Bauten. Die ersten Gebäude stammen von 1953. Die Architekten Alfred und Heinrich Oeschger fanden das Vorbild für ihren ‹Flugbahnhof› im Washington National Airport. Doch drehten sie die Abflughalle um neunzig Grad, sodass das Panoramafenster mit Blick auf die Propellermaschinen zum Höhepunkt auf dem Weg durchs Gebäude wurde. Im Terminal B mit Fingerdock, das 1975 den Betrieb aufnahm, waren Flugzeuge weder zu sehen noch zu hören. Das Tageslicht fiel nur gedämpft in die Abflughalle; der Flughafen war eine Maschine, die die Passagiere durch ihre Eingeweide pumpte. Die Architekten Gebrüder Pfister und Partner haben mit den Innenarchitekten Keller und Bachmann diesen Zeitgeist gekonnt durchdekliniert. Zehn Jahre später, bei der Eröffnung des Fingerdocks A von Generalunternehmer Steiner, hatte sich der Geist erneut gewandelt: Die Gestaltung war eine Randerscheinung und ordnete sich den hoch technischen Funktionen unter. Im schmalen langen Balken verbreiten ...

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