Die verschiedenen Lösungen von Glas Trösch bieten den Architekten und Architektinnen maximale Freiheit. (Foto: Pellini/ScreenLine)
Im Auftrag von Glas Trösch

Licht und Schatten

Wegen der Klimaerwärmung werden die Sommer immer heisser. Glas Trösch reagiert darauf mit diversen Sonnenschutzgläsern, die den Energieeintrag senken und den gestalterischen Spielraum erhöhen.

Licht und Schatten sind – neben dem Material – die Grundelemente, mit denen Architektinnen und Architekten bauen. Hell und dunkel in eine spannungsvolle Balance zu bringen, ist die Kunst jedes Entwurfs. Auch energetisch stellt der Lichteintrag eine Herausforderung dar. Natürlich belichtete Räume brauchen zwar weniger Kunstlicht und fördern die Leistungsfähigkeit. Aber sie heizen sich während der heissen Tage auch stark auf. Ein Problem, das die Klimaerwärmung künftig noch verstärkt. Wie man beides unter einen Hut bringt, zeigen folgende Glaslösungen.

Silverstar-Sonnenschutzverglasungen verfügen über hauchdünne Metall- oder Metalloxidschichten, die den Wärmeeintrag wirksam reduzieren, ohne die Durchsicht zu behindern. (Foto: Glas Trösch )

Silverstar-Sonnenschutzgläser gewährleisten hohe Energieeinsparpotenziale durch dauerhaften sommerlichen Hitzeschutz in Kombination mit Wärmedämmeigenschaften für die kalte Jahreszeit. (Foto: Glas Trösch)

Beschichtungen und Jalousien
Bewährt ist die Verglasung namens «Silverstar», bei der der Sonnenschutz ins Glas integriert ist. Herzog & de Meuron haben diese für das Bürogebäude von Actelion in Allschwil verwendet, damit kein externer Sonnenschutz die skulpturale Form des Gebäudes beeinträchtigt. Eine Beschichtung reflektiert die langwelligen Infrarotstrahlen und verhindert so den Wärmeeintrag. Die kurzwellige, sichtbare Strahlung hingegen findet ungehindert Durchlass. Dabei können Architekten und Architektinnen das Verhältnis von Lichttransmission und Gesamtenergiedurchlass je nach Ausrichtung des Gebäues und der klimatischen Bedingungen festlegen. Mehr Kontrolle bietet die Alternative «Silverstar Control», wie bereits der Name sagt. Im Scheibenzwischenraum ist hier eine Jalousie integriert, die die Benutzenden per Fernsteuerung oder App bedienen. So können sie den Energieeintrag und Lichteinfall anpassen.

Bei Silverstar Control lässt sich der Sonnenlichteinfall mittels einer in den Scheibenzwischenraum integrierten Jalousie individuell per Fernbedienung kontrollieren. (Foto: Pellini/ScreenLine)

Das integrierte Lamellensystem bei Silverstar Control ermöglicht individuelles Energiemanagement und eine optimale Tageslichtnutzung. (Foto: Glas Trösch)

Kapillareinlagen und Flüssigkristalle
Noch weiter geht Glas Trösch bei den «Okalux» Isoliergläsern mit Kapillareinlagen, die zum Beispiel beim Kongresszentrum im spanischen Zaragoza in verschiedenen Ausführungen zur Anwendung kamen. Bei dem Glas sind feine Röhrchen im Scheibenzwischenraum eingelegt. Sie leuchten den Raum gleichmässig und schattenfrei bis tief ins Gebäude hinein aus und bieten gleichzeitig einen Sonnen- und Blendschutz. Im Kongresszentrum sorgt dies für ein mildes Licht im Innenraum – trotz der spanischen Sonne und der nach Süden ausgerichteten Oberlichtern. Je nach Ausführung ist die Kapillarstruktur beidseitig sichtbar. Die transluzenten Scheiben können auch mit Glasfaservlies kombiniert werden, falls keine Einblicke erwünscht sind.

Okalux-Isoliergläser mit Kapillareinlagen verteilen das Licht im Kongresszentrum in Zaragoza bis tief in den Raum. (Foto: Roland Halbe)

Das integrierte Kapillarsystem der Okalux-Isoliergläser sorgt für eine optimale Lichtverteilung bis tief in den Raum. (Foto: Glas Trösch)

Eine Hightech-Lösung bietet Glas Trösch mit der «Eyrise»-Technologie von Merck, mit der vor zwei Jahren eine Glaskuppel in Leipzig gebaut wurde. Sie basiert auf einem der letzten Entwürfe des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer und ist nach Südwesten ausgerichtet, was dank der Spezialgläser kein Problem darstellt. Der Lichteintrag wird über Flüssigkristalle im Scheibenzwischenraum gesteuert. Durch Anlegen einer geringen elektrischen Spannung ändern die Moleküle die Orientierung und regulieren so den Durchlass von Licht und Wärme. Der Lichtdurchlass lässt sich sekundenschnell und stufenlos regulieren. Insbesondere bei wechselhaftem Wetter spart die Verschattungsfunktion laut Glas Trösch Energie und Kosten ein. Zudem erweitert sie den gestalterischen Spielraum: Die Architektur wird veränderbar und reagiert dynamisch auf die Lichtverhältnisse, ohne den gläsernen Ausdruck zu tangieren.

In nur einer Sekunde lässt sich das Eyrise-Sonnenschutzglas abdunkeln und bietet dann sofortigen Sonnen- und Blendschutz. (Foto: Eyrise)


Das Herzstück der Eyrise-Technologie von Merck ist die transparente Flüssigkristallmischung Licrivision im Scheibenzwsichenraum, der Farbstoffmoleküle zugesetzt werden. (Foto: Glas Trösch)

Grosses Energiesparpotenzial
Die verschiedenen Lösungen bieten den Architekten und Architektinnen maximale Freiheit. Doch wie steht es um die graue Energie, die deren Herstellung verbraucht? Einmal im Gebäude eingesetzt, ist das Energie-Einsparpotenzial des Glases laut Glas Trösch so hoch, dass sich der Produktionsaufwand innerhalb von etwa zwei Jahren amortisiert. Das Unternehmen verbessert seine Ökobilanz durch Grünstrom, Energie-Rückgewinnung und effizientere Technologien. Zudem setzt es in der Produktion vermehrt auf Altglas. Diese Bestrebungen lässt Glas Trösch von unabhängigen Institutionen prüfen und zertifizieren. Neben ISO-Zertifikaten zählen dazu das Effizienz-Label «CO2&kWh reduziert», mit dem die Energieagentur der Wirtschaft Unternehmen auszeichnet, die ihren CO2-Ausstoss und Energieverbrauch stetig verringern.

Die Rubrik Werkplatz ist eine Kooperation von Hochparterre mit ausgesuchten Firmen und Institutionen des Werkplatzes Schweiz.

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