Verbranntes Holz mit Goldapplikation. Fotos: freundgmbh.com

Edler, verbrannter Charakter

Die österreichische Firma Freund macht uns auf die japanische Tradition des Yakisugi aufmerksam. Diese funktioniert auch ohne goldene Badewanne.

Die österreichische Firma Freund macht uns auf das von ihr entwickelte Material «Magma» aufmerksam: «In Anlehnung an die japanische Tradition Yakisugi (Holz durch Verbrennen zu konservieren) haben wir ein Verfahren entwickelt, das Holzoberflächen einen edlen, verbrannten Charakter verleiht», heisst es im Pressetext. Das Material besitze eine «magische und mystische Anziehungskraft, denn durch den großen Kontrast zum Umfeld wirkt Schwarz abgrenzend, umreißend und absorbiert die Farben um sich herum.» Zum Schluss legt Freund noch einen drauf und empfiehlt die Kombination mit «Goldapplikationen», eher abschreckend demonstriert im Bild mit Badewanne. Dass es auch anders geht, zeigen verschiedene Architekten: zum Beispiel der Japaner Terunobu Fujimori bei einem seiner Teehäuser oder Peter Zumthor im Innenraum der Bruder Klaus Kapelle. Die spannende Geschichte, wie das Verfahren von drei hundert Jahren in Japan entstanden ist und später (bis zum vorläufigen Höhepunkt mit der Goldbadewanne) auf der ganzen Welt aufgenommen wurden, kann hier nachgelesen werden.

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