Was wird in der Stadtlandschaft gerade gebaut oder entwickelt? Wir zeigen die 18 wichtigsten Projekte.
Risch-Rotkreuz
1 Zentrum Dorfmatt und Bahnhof Süd
Hünenberg
Cham
Zug
8 LG-Areal
10 Geschäftshaus Baarerstrasse
Baar
13 Im Göbli
14 Baarermatte
Zug
15 Süd-See (ehem. Kantonsspital)
16 Theilerhaus
Baar
Menzingen
18 Justizvollzugsanstalt Bostadel
1 Zentrum Dorfmatt und Bahnhof Süd
Anfang der 2030er-Jahre wird Rotkreuz komplett anders aussehen. Am Bahnhof entsteht ein lebendiges Stadtzentrum mit Hochhäusern, einer Kantonsschule und einem neuen Sportpark. Gemeinde, Kanton und SBB arbeiten eng zusammen. Die Gemeinde baut ein Verwaltungsgebäude mit Veranstaltungssaal und Vereinsräumen, aber auch 60 Wohnungen. SBB Immobilien ersetzt den Bahnhof durch drei Neubauten auf einem durchgehenden Sockel mit Büro- und Gewerbeflächen und 120 Wohnungen, ein Drittel davon preisgünstig. Der Dorfmattplatz wird entsiegelt, begrünt und mit Läden und Gastronomie belebt. Der Kanton plant eine Kantonsschule für rund 880 Schülerinnen mit einer vierfachen Turnhalle und einer Musikschule, die auch von der Gemeinde genutzt werden kann. Im angrenzenden Sportpark-Areal östlich des Zentrums plant die Gemeinde Risch ein neues Sportgebäude.

Bahnhof Süd
Bahnhof Rotkreuz, Risch-Rotkreuz
Fertigstellung: 2030
Arealfläche: 8250 m2
Ausnützung: 2,8
Nutzung: Wohnen 50 %, Büro 43 %, Verkauf und SBB 7 %
Wohnungen: 120
Bauherrschaft: SBB Immobilien
Architektur: Michael Meier Marius Hug, Zürich
Visualisierung: Filippo Bolognese

Zentrum Dorfmatt
Rotkreuz
Fertigstellung: 2032
Arealfläche: 2982 m2
Ausnützung: 4,4
Nutzung: Wohnen 48 %, Verwaltung und öffentlich 52 %
Wohnungen: ca. 60
Parkplätze: ca. 90
Bauherrschaft: Gemeinde Risch
Architektur: Op-arch, Zürich
Landschaftsarchitektur: Ort, Zürich
Nachhaltigkeitslabel: SNBS Gold (ohne Zertifikat)
Visualisierung: Indievisual
2 Suurstoffi-Areal
Die ‹Suurstoffi› in Rotkreuz, die von Zug Estates über fünfzehn Jahre entwickelt wurde, ist für den Kanton Zug von zentraler Bedeutung. Das grösste Entwicklungsareal von Rotkreuz hat einen Grossteil des rasanten Gemeindewachstums aufgenommen. Bebauungspläne regelten die Transformation. Die Herausforderung bestand darin, auf dem ehemaligen Produktionsgelände eine ausgewogene Nutzung für Wohnen, Büro, Gastronomie und Bildung zu ermöglichen. Eine Reihe höherer Gebäude entlang der Bahnlinie schützt die dahinterliegenden Wohnungen vor Lärm. Bei der Gestaltung der Grünräume wurde eine hohe Pflanzenvielfalt angestrebt, um ein naturnahes Wohnumfeld zu schaffen und die Wohnqualität zu erhöhen. Auf den Balkonen des 70 Meter hohen Gartenhochhauses ‹Aglaya› etwa wachsen Sträucher und Bäume, die das Mikroklima verbessern, Schatten spenden und Lärm mindern. Die ‹Suurstoffi› verfolgt ein CO2-neutrales Energiekonzept mit Sonnenenergie, Erdspeicher und einem Anergienetz zur Wärme- und Kälteversorgung. Mit dem Bau der letzten beiden Gebäude 43 und 45 und einer zentralen Parkanlage schliesst Zug Estates die Entwicklung des Suurstoffi-Areals bis 2027 ab.

Suurstoffi-Areal
Suurstoffi, Rotkreuz
Fertigstellung: in Etappen bis 2027
Arealfläche: 105 342 m2
Ausnützung: 1,58
Nutzung: Wohnen 35 %, Büro 28 %, Bildung / Freizeit / Kultur 17 %, übrige 20 %
Wohnungen: 550
Bauherrschaft: Zug Estates
Architektur: pro Gebäude ein Architekturbüro
Landschaftsarchitektur: Vogt, Zürich; Hager Partner, Zürich; 4d, Zürich; Lorenz Eugster, Zürich
Nachhaltigkeitslabel: DGNB-Zertifikat in Platin
Foto: Zug Estates
3 Roche Diagnostics Bau 15
Auf rund 29 000 Quadratmetern baut Roche ein neues Diagnostik-Produktionsgebäude. Es ersetzt das alte Produktionsgebäude und schafft zusätzliche Kapazität für die Produktion neuer Diagnosesysteme. Das Gebäude ist so geplant, dass Arbeitsbereiche und Abläufe an zukünftige Produkte und Anforderungen angepasst werden können. Dadurch bleibt es auch langfristig effizient nutzbar. Das architektonische Konzept orientiert sich am Industrial Design. Das zeigt sich in der wiederholten Gebäudestruktur, der einheitlichen Verwendung von Materialien und der markanten Massstäblichkeit. Der Holzbau setzt auf fossilfreie Energieversorgung. Geplant sind eine naturnahe Umgebungsgestaltung mit arten- und blütenreichen Feuchtwiesen und ein Dachgarten.

Roche Diagnostics Bau 15
Forrenstrasse 2, Rotkreuz
Fertigstellung: 2027
Bruttogeschossfläche: max. 26 700 m2
Bauherrschaft: Roche Diagnostics International
Architektur: Nissen Wentzlaff, Basel
Landschaftsarchitektur: Extra, Bern
Nachhaltigkeitslabel: Suscon (Sustainable Construction Roche Label)
Visualisierung: Roche Diagnostics International
4 Arbeitsgebiet Bösch
Das ‹Bösch› in Hünenberg war ein klassisches Gewerbegebiet ausserhalb der Ortskerne. Um das Gebiet für das Gewerbe attraktiver zu machen, sollen Infrastruktur, Erschliessung und Aufenthaltsqualität verbessert werden. Der kantonale Richtplan sieht vor, dass die im Bestand weiterzuentwickelnden Grundstücke künftig Platz für rund 6000 Arbeitsplätze bieten. Die Verkehrssituation ist wegen unvollständigen Strassenabschnitten, fehlenden Trottoirs und problematischen Bushaltestellen unbefriedigend. In den kommenden 10 bis 15 Jahren sollen Strassen- und Bauprojekte die verkehrliche Erschliessung und die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbessern. Neue Erholungsräume sollen die Aufenthaltsqualität im Bösch erhöhen. Die Gemeinde hat bereits Dutzende Bäume gepflanzt und einen Park realisiert.

Arbeitsgebiet Bösch
Bösch, Hünenberg
Fertigstellung: 2034–2039
Arealfläche: 30 ha
Bebauungsplan: mit 600 Firmen
Bauherrschaft: Gemeinde Hünenberg, 140 Eigentümer
Foto: Andreas Busslinger
5 Papieri-Areal
Auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik in Cham entsteht über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren direkt an der Lorze ein modernes Quartier mit einer vielfältigen Nutzung aus Wohnen, Verkaufsflächen, Büros, Ateliers und Freiräumen. Die Integration von Bestandsbauten wahrt die Geschichte, neue markante Strukturen, darunter fünf Hochhäuser, ergänzen das Areal. Ein CO2-neutrales Energiesystem kombiniert mehrere nachhaltige Technologien. Rund 75 Prozent des Energiebedarfs werden direkt vor Ort erzeugt, wobei etwa 40 Prozent des Stroms aus Photovoltaik und einem eigenen Wasserkraftwerk stammen. Die Hauptquelle für Wärme und Kälte sind 290 Erdsonden, die als Saisonspeicher fungieren, ergänzt durch Energiegewinnung aus dem Flusswasser. Ein internes Netz verteilt die Energie effizient. 2024 wurde das Papieri-Areal für seine Vorreiterrolle mit dem ‹Watt d’Or› des Bundesamts für Energie ausgezeichnet.

Papieri-Areal
Papieri-Ring, Cham
Fertigstellung: in Etappen, voraussichtlich 2032
Arealfläche: 12,4 ha
Ausnützung: 1,5
Nutzung: Wohnen 50–75 %, Büro und Gewerbe 25–50 %
Wohnungen: ca. 1000 (100 preisgünstig)
Parkplätze: ca. 1700
Bauherrschaft: Cham Swiss Properties
Architektur: pro Gebäude ein separater Wettbewerb
Landschaftsarchitektur: Müller Illien, Zürich; Studio Vulkan, Zürich
Nachhaltigkeitslabel: 2000-Watt-Areal, Leed Platin (Baubereich F)
Foto: Beat Bühler
6 Areal Pavatex Süd
Neben der ‹Papieri› planen die Einwohnergemeinde Cham und die Cham Swiss Properties gemeinsam die Entwicklung des unbebauten Industrieareals zu einem gemischt genutzten Quartier mit einer Schule. Für deren Bau will die Gemeinde einen Grundstückteil erwerben. Städtebaulich knüpft der Entwurf an das benachbarte Papieri-Areal an, sodass ein zusammenhängendes Quartier entsteht. Zwei lang gestreckte Sockelbauten orientieren sich an den länglichen Fabrikgebäuden der ‹Papieri›. Ein Hochhaus fügt sich in die bestehende Hochhausgruppe ein. Das Schulhaus bildet den Abschluss und den Übergang zum Areal Cham Nord, wo in den nächsten Jahren eine Wohn- und Gewerbeüberbauung realisiert werden soll. Das Projekt greift bestehende Freiraumtypen auf, etwa die weiten Längsachsen, die das Areal durchziehen, und führt die Wegverbindungen weiter. Der Bebauungsplan basiert auf einem Studienauftrag und wird der Bevölkerung 2026 zur Genehmigung vorgelegt.

Areal Pavatex Süd
Knonauerstrasse, Cham
Fertigstellung: voraussichtlich 2035
Arealfläche: 1,9 ha
Ausnützung: 2,0
Nutzung: Wohnen 70 %, Primarschule 30 %
Wohnungen: ca. 300 (15 % preisgünstig)
Parkplätze: ca. 300
Bauherrschaft: Cham Swiss Properties
Architektur: Arge Ramser Schmid, Zürich, und Enzmann Fischer, Zürich
Landschaftsarchitektur: Skala, Zürich
Nachhaltigkeitslabel: offen
Visualisierung: Yewo
7 An der Aa
Die bestehenden Gebäude der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) und des Rettungsdienstes Zug (RDZ) sind veraltet und zu klein. Geplant sind zwei neue Gebäude auf dem Betriebsgelände ‹An der Aa›: der Hauptstützpunkt der ZVB und der Neubau des RDZ mit zusätzlichen Büroarbeitsplätzen für die kantonale Verwaltung in den oberen Geschossen. Zudem sind im nördlichen Teil des Areals zwei Gebäude mit Wohnungen und Dienstleistungsflächen vorgesehen. Neue Fuss- und Velowege machen das Areal besser zugänglich und vernetzen es mit der Umgebung. Der Schleifedamm bleibt als grüne Erholungszone erhalten und fördert die Biodiversität.

An der Aa
An der Aa, Zug
Fertigstellung: 2031
Arealfläche: 34 647 m2
Ausnützung: 1,45
Nutzung: Wohnen 5,2 %, Büro und Verwaltung 84,3 %, Werkstätten 10,5 %
Wohnungen: ca. 100
Parkplätze: ca. 623
Bauherrschaft: Zugerland Verkehrsbetriebe; Kanton Zug
Architektur: Fiechter & Salzmann, Zürich; Graber & Steiger, Luzern
Landschaftsarchitektur: Andreas Geser, Zürich
Visualisierung: Nightnurse Images
8 LG-Areal
Früher Hauptsitz und Produktionsstandort von Landis & Gyr, wurde auf dem LG-Areal vor allem Messtechnik produziert. Aktuell zeichnet sich das Areal hauptsächlich durch Büronutzungen aus. In den kommenden Jahren soll es etappenweise zu einem neuen Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten entwickelt werden. Der Bebauungsplan sieht ein abwechslungsreiches Stadtbild mit Gebäuden in unterschiedlichen Höhen vor, die Bezüge zu den bestehenden Bauten herstellen. Insgesamt sollen 18 Gebäude mit einer Höhe von mehr als 25 Metern entstehen, darunter neun Hochhäuser. Es wird ein Wohnanteil von 50 bis 75 Prozent angestrebt, davon ausgenommen sind drei erhaltenswerte Bauten. Auch preisgünstige Wohnungen sind vorgesehen. Dienstleistungsflächen werden ausgebaut, die Verkehrsinfrastruktur angepasst. Neue öffentliche Stadträume sowie Angebote in den Erdgeschossen sollen das Umfeld in Bahnhofsnähe beleben.

LG-Areal
Landis + Gyr-Strasse, Zug
Fertigstellung: laufende Entwicklung
Arealfläche: 95 636 m2
Baumassenziffer: max. 11,2
Bauherrschaft: Thoba Immobilien; Park Lane Zug; UBS Funds Management (Switzerland); SBB; Alfred Müller; Siemens Schweiz; Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz); Swiss Prime Site Group; OVD Kinegram; Einwohnergemeinde Stadt Zug
Skizze: Salewski Nater Kretz
9 Unterfeld Süd
Im Gebiet Baar Süd entsteht ein neues Quartier mit rund 400 Wohnungen und etwa 1000 Arbeitsplätzen. Das Projekt umfasst fünf Baufelder, die in drei Etappen realisiert werden. Neben den Wohnungen für ein breit durchmischtes Publikum soll es Büros, ein Restaurant, ein Café, kleinere Läden sowie Sport- und Gemeinschaftseinrichtungen geben. Die Neubauten orientieren sich am umliegenden Bestand. Drei Gebäude von 40, 50 und 60 Metern Höhe setzen Akzente. Das höchste Gebäude befindet sich am S-Bahnhof Lindenpark und markiert den Eingang in das Quartier. Ein Ankunftsplatz am S-Bahnhof ist einer von mehreren neuen öffentlichen Freiräumen und Begegnungsorten im Quartier. Er bietet Fuss- und Velowege, begrünte Inseln und Sitzgelegenheiten. Zudem entstehen ein Quartierplatz, ein Boulevard für den Langsamverkehr, ein Gartenhof sowie ein Park entlang des Stampfibachs als neue Begegnungsorte im Quartier.

Unterfeld Süd
Stockerstrasse, Baar
Fertigstellung: erste Bauetappe 2028, zweite Bauetappe 2029, dritte Bauetappe noch offen
Arealfläche: 34 500 m2
Nutzung: Wohnen ca. 56 %, Gewerbe ca. 44 % (Büro, Gastronomie, Verkauf, Freizeit)
Wohnungen: ca. 400 (ca. 100 preisgünstig)
Parkplätze: max. 565
Bauherrschaft: erste Bauetappe Cham Swiss Properties, Estella Invest; zweite Bauetappe Implenia Vorsorge, Wohnbaugenossenschaft Familie Baar, Liberale Baugenossenschaft Baar, Cham Swiss Properties; dritte Bauetappe Erben Stocker
Architektur: erste Bauetappe Enzmann Fischer Partner, Zürich; zweite Bauetappe Op-arch, Zürich; dritte Bauetappe noch offen
Landschaftsarchitektur: erste Bauetappe Arge Ort, Zürich, und Appert Zwahlen Partner, Cham; zweite Bauetappe Stauffer Rösch, Basel; dritte Bauetappe noch offen
Nachhaltigkeitslabel: Planung gemäss Kriterien SNBS
Visualisierung: Tend
10 Geschäftshaus Baarerstrasse
Das Geschäftshaus der Zuger Kantonalbank geht auf einen Entwurf der Architekten Derungs und Achleitner zurück. Das Gebäude entspricht den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz, Sicherheit und Funktionalität nicht mehr. Um den Standort nachhaltig zu modernisieren und zeitgemässe Arbeitsplätze zu schaffen, sind eine umfassende Sanierung und eine Aufstockung um vier Etagen vorgesehen. Der Bebauungsplan für das Areal erlaubt auf dem Grundstück ein Gebäude mit bis zu elf Vollgeschossen. Auf einen Ersatzneubau wurde bewusst verzichtet. Mit einer klar gegliederten Struktur, den gewählten Materialien und einem soliden Auftreten soll der Neubau die Werte der Zuger Kantonalbank nach aussen vermitteln. Das Erdgeschoss erhält durch die offene Gestaltung als öffentlich zugänglicher Bereich und Eingang zur Bank eine zentrale Rolle. Das neue Geschäftshaus soll das Stadtbild rund um den Bahnhof aufwerten und sich dabei gut in die bestehende Umgebung einfügen.

Geschäftshaus Baarerstrasse
Baarerstrasse 37, Zug
Fertigstellung: 2028–2030
Grundstücksfläche: 2505 m2
Ausnützung: 3,22
Nutzung: Geschäftsstelle der Zuger Kantonalbank (EG), Büronutzung (Obergeschosse)
Bauherrschaft: Zuger Kantonalbank
Architektur: Miller & Maranta, Basel
Landschaftsarchitektur: Uniola, Zürich
Nachhaltigkeitslabel: SNBS
Visualisierung: Miller & Maranta
11 Lebensraum Metalli
Das Projekt will die bestehende Einkaufsallee Metalli weiterentwickeln und Wohnen, Arbeiten und Einkaufen miteinander verbinden. Die ikonischen architektonischen Elemente der ‹Metalli› wie die Allee, die Glasdächer und die Arkaden bleiben erhalten. Der Metalli-Platz schafft eine neue Verbindung zum Bahnhof, zusätzliche Grünflächen und Aufenthaltsbereiche werten ihn auf. Geplant sind öffentlich zugängliche, begrünte Dachterrassen und zusätzlicher Wohnraum, unter anderem in einem 80 Meter hohen Hochhaus. Die Anbindung an den Seewasser-Energieverbund Circulago, der bereits die heutige ‹Metalli› mit Wärme- und Kälteenergie versorgt, ermöglicht eine weitgehend CO2-freie Beheizung, Kühlung und Warmwasseraufbereitung.

Lebensraum Metalli
Industriestrasse, Zug
Fertigstellung: offen
Arealfläche: 23 417 m2
Ausnützung Bestand: 2,6
neue Wohnungen: ca. 160
Bauherrschaft: Zug Estates
Architektur Bestand: Hafner Wiederkehr Partner, Zug
Skizze: Zug Estates
12 Tech Cluster Zug
Der Tech Cluster Zug (TCZ) ist ein langfristiges Entwicklungsprojekt auf dem ehemaligen V-Zug-Werkareal im Zuger Göbli-Quartier. In den kommenden 20 Jahren wird auf acht Baufeldern ein Quartier entwickelt, das Industrie, Forschung, Bildung, Gewerbe und Wohnen miteinander vereint. Rund 4000 Arbeitsplätze und etwa 250 Wohnungen sollen entstehen. Bestehende Produktionsstätten wie jene der V-Zug bleiben Teil der neuen Struktur, weitere Gebäude kommen ergänzend hinzu. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden und den zukünftigen Nutzern wurde ein Bebauungsplan entwickelt, der den unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird und seit 2018 rechtskräftig ist. Er definiert für alle Bauflächen feste Grenzen und maximale Höhen. Wenn auf einem Baufeld dichter gebaut wird, muss das auf anderen Baufeldern kompensiert werden. Zudem enthält er klare Vorschriften für den Verkehr sowie den Erhalt einer hochwertigen städtebaulichen Gestaltung.

Tech Cluster Zug
Industriestrasse 66, Zug
Fertigstellung: voraussichtlich 2045
Arealfläche: 80 000 m2
Baumassenziffer: 12
Nutzung: Büro und Dienstleistung 50 %, Industrie 40 %, Wohnen 10 %
Wohnungen: ca. 250
Parkplätze: ca. 1700
Bauherrschaft: Tech Cluster Zug
Architektur: diverse
Landschaftsarchitektur: Müller Illien, Zürich
Nachhaltigkeitslabel: in Abklärung
Visualisierung: Rendertaxi
13 Im Göbli
Im Quartier Göbli in Baar entsteht eine Wohnüberbauung mit 186 Mietwohnungen in sechs Gebäuden. Vier Häuser in Holzbauweise bilden jeweils eine offene Doppelfigur aus zwei miteinander verbundenen Teilkörpern. Als durchgehende Sonnendecks aus Holz gestaltete Aussenräume verwandeln die Wohnungen in Gartenwohnungen. Die Grundrisse haben eine zentrale, teils zweiseitig belichtete Wohnhalle. Panoramabalkone mit Photovoltaikelementen lassen die Gebäude offen und leicht erscheinen. Die zwei weiteren Wohnhäuser setzen das Konzept des Wohnens im Grünen um. Verglaste Baukörper ermöglichen Aus- und Durchblicke. Die Tragstruktur basiert auf einem System aus Stützen und durchgehenden Platten, das flexible Grundrissvarianten erlaubt. Eine integrierte Wintergartenschicht erweitert den Wohnraum nach aussen und ermöglicht eine ganzjährige Nutzung. Die Erschliessungswege schaffen eine Verbindung mit dem angrenzenden Quartier. Ein grosszügiger, vielfältig nutzbarer Grünraum bildet die ruhige Mitte.

Im Göbli
Göblistrasse, Baar
Fertigstellung: Ende 2027
Arealfläche: 25 210 m2
Ausnützung: 0,8
Nutzung: Wohnen 100 %
Wohnungen: 185
Parkplätze: ca. 230
Bauherrschaft: Zuger Pensionskasse vertreten durch Imooo
Architektur: Lütjens Padmanabhan, Zürich; Bruther Switzerland, Zürich
Landschaftsarchitektur: Haag, Zürich
Nachhaltigkeitslabel: SNBS Gold
Visualisierung: Lütjens Padmanabhan
14 Baarermatte
Das bestehende Bürogebäude Baarermatte von 1981 wird durch einen Neubau ersetzt, da die Gebäudetechnik veraltet ist und Ausnützungspotenzial besteht. Auf dem Areal entsteht stattdessen eine Überbauung mit über 100 Eigentumswohnungen, Ateliers, Büro- und Gewerbeflächen. Die sechs Gebäude – vier Wohnhäuser, ein Bürogebäude und ein Mobilitätsturm – werden als Zeilenbauten in drei Reihen angeordnet. Die Wohnungen verfügen über grosszügige Grundrisse, gute Lichtverhältnisse und ermöglichen eine natürliche Belüftung. Die Büro- und Gewerberäume bieten flexible Grundrisse, die unterschiedliche Arbeitsplatzkonzepte und Nutzungen erlauben. Die abwechslungsreich gestalteten Zwischen- und Hofräume schaffen angenehme Aufenthaltsbereiche. Der CO₂-Ausstoss wird sowohl beim Bau als auch im Betrieb niedrig gehalten. Die Nachhaltigkeitsbewertung der eingereichten Bauprojekte, die mithilfe eines eigens entwickelten Tools eines Ingenieurbüros durchgeführt wurde, attestiert dem Siegerprojekt den niedrigsten CO₂-Wert. Die Nachhaltigkeit eines Bauprojekts ist somit nicht primär vom Erhalt bestehender Strukturen abhängig, sondern erfordert stets eine präzise Analyse baurechtlicher und im Bestandsbau vorgefundener Faktoren. Das Projekt Baarermatte setzt auf die Wiederverwendung von Bauteilen aus dem Bestandsgebäude minimale Untergeschosse mit entsprechend reduziertem Aushub und verzichtet entsprechend auf den grossflächigen Einsatz von Beton, was massgeblich zur CO2-Reduktion beiträgt. Beim Holzbau setzt das Projekt auf Mondholz aus Innerschweizer Hochwäldern, wodurch kurze Lieferwege garantiert sind. Durch die Anwendung des Schwammstadt-Prinzips kann das Regenwasser zudem offen unter den auf Pfählen stehenden Gebäuden hindurch in Retentionsmulden fliessen und langsam in Richtung Bach abgegeben werden. Unversiegelte Flächen fördern zusätzlich die Biodiversität.

Baarermatte
Baarermatte, Baar
Fertigstellung: 2028
Arealfläche: 17 960 m2
Ausnützung: ca. 1,7
Nutzung: Wohnen max. 60 %, Büro / Gewerbe mind. 40 %
Wohnungen: 104
Parkplätze: ca. 140
Bauherrschaft: Allreal
Architektur: Roman Hutter, Luzern
Landschaftsarchitektur: Fahrni, Luzern
Nachhaltigkeitslabel: SNBS Gold, SNBS Areal
Visualisierung: Pyxel
15 Süd-See
Nach dem Wegzug des Kantonsspitals nach Baar wurde das Grundstück am Zugersee 2008 für eine neue Nutzung frei. Seither wurde es vielseitig zwischengenutzt, unter anderem von Unternehmen, Vereinen und Büros der kantonalen Verwaltung. Das Areal liegt wenige Gehminuten von der Zuger Altstadt entfernt und bietet viel Potenzial. Um dieses bestmöglich zu nutzen, initiierte der Kanton Zug 2016 in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Zug einen Entwicklungs- und Planungsprozess für eine ausgewogene Nutzung mit attraktiven Freiräumen. Im Rahmen eines Ideen- und Investorenwettbewerbs überzeugte das Konzept ‹Süd-See Zug› mit einer qualitätsvollen baulichen und freiräumlichen Um- und Neunutzung des Areals. Ein Architekturwettbewerb brachte im Sommer 2024 den finalen Entwurf hervor. Im Zentrum steht ein öffentlicher Platz mit Blick auf den Zugersee, umgeben von feingliedrigen Gebäuden und Grünflächen für Aufenthalt und Erholung. Das Nutzungskonzept umfasst eine öffentliche Badehalle mit Saunalandschaft, ein Hotel im denkmalgeschützten Südflügel des ehemaligen Kantonsspitals, ein Restaurant, Ladenflächen, Veranstaltungsräume und Mietwohnungen. Der neue Wohn- und Begegnungsort soll 2030 in Betrieb gehen.

Süd-See
Artherstrasse 27, Zug
Fertigstellung: 2030
Arealfläche: 21 940 m2
Nutzung: Freizeit / Kultur ca. 60 %, Wohnen ca. 37 %, Gewerbe ca. 3 %,
Wohnungen: ca. 90
Hotelzimmer: 74
Parkplätze: 84
Bauherrschaft: institutionelle Investorin
Entwicklung und Totalunternehmung: HRS Real Estate, Zürich
Architektur: Christ & Gantenbein, Basel
Landschaftsarchitektur: Vogt, Zürich
Visualisierung: Archealizar
16 Theilerhaus
Das 1896 als Fabrikgebäude für die Herstellung von Stromzählern erstellte Theilerhaus wird umfassend modernisiert. Die geplanten Massnahmen wurden sorgfältig mit der historischen Bausubstanz in Einklang gebracht. Das denkmalgeschützte Haus behält seine Form, die Raumaufteilung sowie die Vertikalerschliessung im Innern werden für neue Nutzungen angepasst. Im Erdgeschoss ist ein Bistro vorgesehen, in den Obergeschossen zieht das kantonale Verwaltungsgericht ein. Ein Annexbau auf der Rückseite nimmt ebenerdig Küchennebenräume und die Anlieferung auf, unterirdisch werden die umfangreiche Gebäudetechnik und Lagerflächen für die Gastronomie untergebracht. Aussenbereiche für das Bistro und eine terrassierte Treppenanlage bieten attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten.
17 Spinnerei an der Lorze
Das Spinnerei-Areal an der Lorze wird zu einem neuen Stadtteil mit 366 Wohnungen, Gewerbe, Cafés, Restaurants, Läden, Kultur und Freizeit entwickelt. Das geschützte Spinnerei-Gebäude erstreckt sich fast über die ganze Länge des Areals. Die historische Bedeutung der Spinnerei soll auch mit modernen und funktionalen Nutzungen erhalten bleiben. Durch die Verbindung von Alt und Neu entsteht ein Ort, der kultureller Treffpunkt und attraktiver Wohn- und Geschäftsstandort zugleich ist. Öffentliche Plätze, Grünflächen und Erdgeschosse, die von mehreren Seiten erreichbar sind, bilden einen einladenden Raum mit hoher Aufenthaltsqualität, der das Miteinander fördert.

Spinnerei an der Lorze
Langgasse 40, Baar
Fertigstellung: Bezug Areal Süd 2029, Bezug Areal Nord 2030
Arealfläche: 49 341 m2
Ausnützung: 1,49
Nutzung: Wohnen 38,3 %, Gewerbe / Verkauf / Büro 36,5 %, übrige 25,2 %
Wohnungen: ca. 370
Parkplätze: ca. 500
Bauherrschaft: Patrimonium Asset Management
Architektur: Lilin, Zürich
Landschaftsarchitektur: Lorenz Eugster, Zürich
Nachhaltigkeitslabel: noch offen
Visualisierung: Virtual Design Unit
18 Justizvollzugsanstalt Bostadel
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Bostadel in Menzingen wird im Rahmen eines Konkordats gemeinsam von den Kantonen Basel-Stadt und Zug betrieben. Sie wurde von 1972 bis 1977 erbaut. Seitdem gab es nur wenige bauliche Anpassungen, eine umfassende Sanierung ist erforderlich. Ein dreigeschossiger Neubau wird den Bedarf an spezialisierten Haftplätzen für ältere Gefangene und Langzeitverwahrte decken. Er wird mittig zum Hauptgebäude angeordnet. Die Ost-West-Ausrichtung gewährleistet die gleichen optimalen Belichtungsverhältnisse wie in den Zellen des Hauptgebäudes, verhindert eine Verschattung der Bestandsbauten und schafft getrennte Aussenbereiche für den normalen und den spezialisierten Vollzug.

Justizvollzugsanstalt Bostadel
Bostadel 1, Menzingen
Fertigstellung: 2035
Arealfläche: 64 780 m2
Nutzung: Gefängnis mit Werkstätten
Bauherrschaft: Kantone Zug und Basel-Stadt
Architektur: Arge Eggenspieler, Zug, und Architecture + Aménagement, Luxemburg
Generalplaner: Caretta + Weidmann, Zürich
Landschaftsarchitektur: Goldrand, Zürich
Visualisierung: Expressiv

