Vera Gloor (mit dem Rücken zur Kamera) und Balz Halter in der Diskussion.. Fotos: MCH Swissbau

Wachstum nach Innen

Sind «Cluster»-Wohnungen die künftigen Wohnmodelle? «Ja», sagt die Zürcher Architektin Vera Gloor, «Nein», meint Investor Balz Halter.

«Die Leute wollen doch ihr Haus mit Blick auf den See ‚ dafür sind sie ja auch bereit, tief in den Sack zu langen», sagte Ansgar Gmür vom Schweizerischen Hauseigentümerverband. So gehe es aber nicht weiter, konterte eine ganze Reihe von Diskussionsteilnehmerinnen und -Teilnehmer.
Die Zürcher Architektin Vera Gloor pries ihren Weg eines Wachstums nach Innen: ihre an der Langstrasse gebauten «Cluster»-Wohnungen». Diese seien zwar noch kein echter Trend, aber sie seien rasch vermietet. Dafür interessierten sich Leute, die offen und neugierig genug sind, eine Küche oder den Fernsehraum zu teilen. Man müsse solch verdichtetes Wohnen attraktiv machen. Das sei nicht nur eine Wohnform für Exoten‚ «im übrigen müssen wir alle etwas exotischer werden.»
«Diese Umerziehung wird scheitern», war sich Balz Halter sicher. Aus der Praxis wusste er, dass die Leute zwar bereit seien, zusammenzurücken. Das funktioniere allerdings nur in den Städten und mit guter Erschliessung. In dicht bebauten Gebieten in den eigenen vier Wänden zu wohnen, sei dann nochmals etwas anderes, als in einer «Cluster»-Wohnung, wie sie Vera Gloor oder die Genossenschaft «Kraftwerk» anbieten. Halter baue deshalb keine solche Wohnungen. «Wir halten uns an die Bedürfnissen der Bewohner und kooperative genutzte Flächen stossen bis jetzt kaum auf Interesse», so Balz Halter.

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