Das Neue: Schwärme der Swissbau

Eine Variation von Kolumnen und Kommentaren spürte in den letzten Tagen dem «Neuen» nach, wie es an der Swissbau 2016 auftrat. Köbi Gantenbein fasst zusammen. Er sieht zwei Schwärme: Automation und Luxurierung. Und er staunt: Pfiffiges Design der Stände und gesellschaftlicher Spürsinn fehlten am Schaulaufen der Bauwirtschaft.

Angezogen hat Hochparterres Reigen zum «Neuen» eine grosse Reportage von Meret Ernst und Lilia Glanzmann. Sie spüren im aktuellen Heft dem grossen alten Wort nach, das die Moderne fasziniert und antreibt wie keines: «Das Neue». Eingestiegen sind Hochparterres Redaktoren in diese Vorlage in den letzten Tagen mit zwei Dutzend Berichten, Kommentaren und Glossen über «das Neue» an der Swissbau. Vom vernebelten Zauberwort BIM bis zum Bauen mit Buchenholz, von automatisch gesteuerten Wasserventilen bis zu Robotern, vom tiefschürfenden Kaffeegespräch über Sinn und Zweck des Neuen bis zur paradigmatischen Feststellung: «Wer an die Swissbau kommt, will das Neue sehen. Darum müssen wir das Neue erfinden, bringen und zeigen. Ob es etwas nützt oder nichts» Neuheit also als Messezweck und natürlich als Motor des weiteren Wirtschaftens. Meine Bilanz ist ambivalent. Gewiss, es ist faszinierend mit welchem Wissen und Wollen technisches Können weitergetrieben wird. Mich fasziniert auch, wie phantasievoll Leute des Marketing und der Technik weisse Flecken finden, sie besetzen und mit dem, was sie herausgefunden haben, die Trommel zu rühren wissen. Bemerkenswert ist das Schwarmverhalten. Zwei Themen bilden zwei Schwärme. Aufbauen, lagern und steuern von Information und deren Automation locken den einen Schwarm an. BIM ist ein Zauberwort – alles wird mit allem zusammengeschlossen und automatisiert. Zusammenschluss von allem mit allem auch im Haus – das Netz haustechnischer Apparate vom Heizen bis zum Zähneputzen will Standard werden. Seine Form wird von der Integration und der phantasiereichen Koppelung von bisher unabhängigen Daten bestimmt. Das geht bis ins visuelle Erscheinungsbild der Oberflächen und Schnittstellen – was einst ein Schalter war, ist nun eine Oberfläche, den Zeichen der Apple-Welt nach empfunden. Am schönsten beispielsweise bei komplexen Badarmaturen, deren S...
Das Neue: Schwärme der Swissbau

Eine Variation von Kolumnen und Kommentaren spürte in den letzten Tagen dem «Neuen» nach, wie es an der Swissbau 2016 auftrat. Köbi Gantenbein fasst zusammen. Er sieht zwei Schwärme: Automation und Luxurierung. Und er staunt: Pfiffiges Design der Stände und gesellschaftlicher Spürsinn fehlten am Schaulaufen der Bauwirtschaft.

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