Der sieben Meter hohe Infopavillon, den Herrmann Blumer und bbk Architekten aus Buchenkonstruktionsholz entworfen haben.

Bauen mit Buche (1/2)

Die Zuschauer der Veranstaltungen von Swissbau Focus werden ihn eher als gut gestalteten Tresen wahrnehmen – den sieben Meter hohen Infopavillon aus Buchenholz.

Die Zuschauer der Veranstaltungen von Swissbau Focus werden ihn eher als gut gestalteten Tresen wahrnehmen – den sieben Meter hohen Infopavillon, den Herrmann Blumer und bbk Architekten aus Buchenkonstruktionsholz entworfen haben. Im Obergeschoss birgt er auch eine wirtschaftliche Neuigkeit. Hier präsentiert sich Fagus Jura. Die Firma, 2014 gegründet von Waldbesitzerorganisationen und Sägewerksbetreibern, vermarktet Buchenkonstruktionsholz. Das funktioniert nicht nur mit Lokalkolorit wie «100% Schweizer Holz» oder Testimonials wie dem Satz von ETH-Professor Andrea Frangi. «Die Buche ist der Ferrari im Holzbau». Sondern auch mit nüchterner Beschreibung. Im Vergleich zu Kiefer und Fichte hat Buchenholz eine sehr hohe Biege-, Zug- und Druckfestigkeit und kann, das wissen vermutlich die wenigsten, Stahl und Beton als Baustoff ersetzen. «Buche hat ein optimales Verhältnis von Gewicht zu Leistungsfähigkeit. Das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft», sagt Geschäftsführer Stefan Vögtli. Tatsächlich wirkt es, als sei Fagus Jura nicht nur neu, sondern gerüstet für eine Zukunft, in der immer höhere Wohn- und Bürohäuser komplett aus Holz gebaut werden.

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