Die Stadtzürcher Regierung hat sich gegen einen Neubau entschieden und will 140 Millionen in das bestehende Kongresshaus investieren. Fotos: Roland ZH

Zürich begräbt alle Pläne für ein neues Kongresszentrum

Der Zürcher Stadtrat hat die lange Suche nach einem neuen Standort für ein Kongresszentrum beendet. Die Regierung will 140 Millionen in das bestehende Kongresshaus investieren.

Gestern teilte der Zürcher Stadtrat mit, dass die lange Suche nach einem neuen Standort für ein Kongresszentrum beendet ist. Der «Tages-Anzeiger» berichtet: Die Regierung habe sich gegen einen Neubau entschieden und will 140 Millionen in das bestehende Kongresshaus investieren. «Der Gartensaaltrakt mit dem ungeliebten und nachträglich erstellten Panoramasaal wird zu einem Foyer mit direkt anschliessenden Kongressräumen umgebaut. Im ersten Stock wird ein frei zugängliches Restaurant mit Bar und Seeblick sowie einer 925 Quadratmeter grossen Terrasse erstellt». Die «NZZ» zeigt sich zwar überrascht von der «Kehrtwende» meint aber im Kommentar: «Wenn man alle Widerwärtigkeiten, Sachzwänge und die düstere Finanzlage der Stadt berücksichtigt, ist die jetzige Lösung wohl die vernünftigste. Mit der Umgestaltung kommt man den Freunden der Kongresshausbauer Haefeli/Moser/Steiger entgegen. Für die Tonhalle-Musiker gibt es in absehbarer Zeit erträgliche Arbeitsräume, und die Öffentlichkeit erhält ein schönes neues Restaurant am fast gleichen Ort, wo es schon 1939 eines gab. Bleibt einzig die Frage, warum der Stadtrat nicht schon vor fünf Jahren auf diese Lösung kam.»

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– Im Montricher (VD) wird morgen das «Maion de l’écriture» des Architekturbüros Mangeat Wahlen eröffnet. «24heures» stellt das Gebäude vor.

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