«Wir haben die Technologien, die wir brauchen»

Wir müssen künftig Solarmodule im gleichen Takt herstellen, wie wir heute Autos vom Band laufen lassen, schreibt ETH-Klimaforscher Anthony Patt in der «NZZ».

Patt bezieht sich auf den NZZ-Artikel «Das Klima und die Traumfabrik Europa», in dem der ehemalige ETH-Präsident Lino Guzzella und zwei Industrievertreter behauptete, es  sei unmöglich, die Emissionen fossiler Brennstoffe bis 2050 zu eliminieren, enn die europäische Industrie überleben solle. «Meine Herren, Sie verstehen nicht», schreibt Patt mit Bezug auf ein berühmtes Zitat des amerikanischen Präsidenten Roosevelt anlässlich eines Treffens mit den Verantwortlichen der amerikanischen Automobilindustrie im Jahr. Patt führt in seiner Replik drei Argumente an: «Erstens nützt uns eine gesunde europäische Industrie wenig, wenn unsere Städte unter dem Meeresspiegel stehen und von Klimaflüchtlingen überflutet werden, die nach Nahrungsmitteln aus einem Agrarsektor dürsten, der nicht mehr weiss, wo er Süsswasser herbekommen soll. Unsere Lebensweise hängt vom Wegfall aller Emissionen fossiler Brennstoffe in den nächsten dreissig Jahren ab.» Zweitens gebe es keine wirtschaftlichen Gründe mehr, um auf Atomkraft zu setzen, da die Kosten für erneuerbare Energien und Energiespeicherung derart gesunken seien. «Es ist einfach kostengünstiger und ressourcenschonender, mit einer Kombination aus Sonne und Wind, ergänzt durch Batterie-, Wasser- und Wasserstoffspeicherung, zuverlässig Strom zu erzeugen», schreibt Patt. Drittens würden in der EU, den USA, China und sogar in der Schweiz grosse Summen in die Forschung gesteckt, um die Energiewende zu vollziehen. «Die Ergebnisse dieser Forschung werden immer deutlicher: Wir haben die Technologien, die wir brauchen.»

Weitere Meldungen:

– Der Zürcher Architekt Till Lensing gewinnt mit seinem Projekt «Dialog» den Wettbewerb für den Neubau des Gymnasiums Hofwil in Münchenbuchsee. Der «Bund» berichtet.

– Opposition gegen neues Sekundarschulhaus in Teufen: Gegen den geplanten Neubau nach Plänen von Raumfindung Architekten und seinen Kosten von 24 Millionen Franken gibt es Widerstand, schreibt das «St.Galler Tagblatt».

– «Sechzig Möglichkeiten, sich strafbar zu machen»: Ob als Fussgänger, als Velofahrer oder als Automobilist - in unzähligen Situationen kann man in Basel-Stadt zum Delinquenten werden, schreibt die «Basler Zeitung».

– «Die äusseren Werte zählen»: Ein deutsches Start-up bringt Verpackungsmaterialien zum Leuchten, zum Beispiel bei Kosmetik. Damit folgt es einem Trend, schreibt der «Tages-Anzeiger».

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