Die Waldhaussiedlung in Chur. Fotos: Rolf Hösli

«Wie viel Heimat braucht der Mensch?»

«Bauen heisst Heimat schaffen», schreibt Peter Zumthor in der «Südostschweiz». Ausserdem in der Presse: Verkehrsanpassungen in Basel, umstrittenes Plastikrecycling, Vitrinenkunst und Gerhard Richter.

«Dass die Siedlung Waldhaus in Chur verschwinden soll, macht mich traurig», schreibt Peter Zumthor in der «Südostschweiz» von heute. Denn Häuser, Gassen, Plätze, Gärten und Felder erzählen eine Geschichte. «Nimmt man sie uns weg, verlieren wir Heimat, verspüren Entfremdung», findet der Architekt. Der Vorgang des städtebaulichen Nachdenkens, des geschichtsbewussten Planens und Gestaltens sei aufwendig. Je länger und besser wir planen, umso höher seien dann am Ende die Miet- und Verkaufspreise der neuen Gebäude. Und doch verdiene man mit dem Verkaufen, Kaufen und Überbauen von Grundstücken viel Geld. «Die nötige Einsicht vorausgesetzt, könnte man einen Teil dieses Geldes brauchen, um sorgfältig und geschichtsbewusst zu planen», plädiert Zumthor.

Weitere Meldungen:

– «Neues Verkehrsregime in Basel»: Keine Busstation mehr in der Eisengasse und kein Tramhalt mehr an der Schifflände, dafür in der Marktgasse, schreibt der «Basler Zeitung».

– «Das Problem Plastikrecycling»: Das Parlament möchte mehr Plastik wiederverwerten. Greenpeace weist jedoch darauf hin, dass das erstaunlich ineffizient ist. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– «Vitrinenkunst mal anders»: Basler Initiativen zeigen Arbeiten im Schaufenster und auf Bildschirmen, schreibt die «Basler Zeitung».

– «Unsere Sehnsucht nach schönen Landschaften ist Selbstbetrug»: Die «NZZ» berichtet von Gerhard Richters Ausstellung im Kunsthaus Zürich.

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