Das Windkraftwerk in Haldenstein. Fotos: Google Street View

Widerstand gegen Windparks

Die Umweltkommission möchte den Bau von Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Energien beschleunigen. Der «Tagi» berichtet. Ausserdem in der Presse: Urbanität in Leimbach ZH und Deponie in Radmoos SG.

Bis ein Windpark steht, vergehen in der Schweiz durchschnittlich 20 Jahre. Landesweit befinden sich gemäss Suisse Éole 76 Windenergieanlagen aktuell in einem Gerichtsverfahren. «Das soll sich ändern», schreibt der «Tages-Anzeiger». Sollte das Bedürfnis bestehen, könne mit der Windbranche über Projekte mit guten Erfolgsaussichten gesprochen werden, sagt die Energieministerin Sommaruga. Elias Meier von Freie Landschaft Schweiz meint jedoch, dass sein Verband an einem runden Tisch kritisch gegenüber den meisten aktuell diskutierten Standorten wäre. Die Umweltkommission will nun zudem den Bau von Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Energien beschleunigen, indem das nationale Interesse an deren Realisierung gegenüber anderen Interessen wie dem Natur- und Heimatschutz in Zukunft höher gewichtet werden soll. Für Suisse Éole geht der Vorschlag in die «richtige Richtung»: «Windstrom sei für die Winterstromversorgung systemrelevant», sagt Sprecherin Niederhäusern. Elias Meier hingegen spricht von einer «Carte blanche» für Kraftwerke, welche die Interessenabwägung und damit ein bewährtes Mittel der Schweizer Raumplanung abschaffen würde.

Weitere Meldungen:

– «Urbanität am grünen Stadtrand»: Verdichtung und Wachstum haben auch das Gesicht von Zürich-Leimbach in den letzten fünfzehn Jahren verändert. Das «Tagblatt der Stadt Zürich» berichtet.

– «Startschuss für Deponie»: Bei Gossau ist die Deponie Radmoos geplant. Jetzt darf sich die Bevölkerung zum Projekt äussern, schreibt das «St. Galler Tagblatt».

– «Beim Spiesshöfli kommen Hochhäuser infrage»: Eine erste Studie zeigt Möglichkeiten einer Überbauung beim Spiesshöfli in Binningen BL. Zuerst muss aber das Problem des alten Werkhofs gelöst werden, berichtet die «Basler Zeitung» heute.

– «Die vielleicht älteste Bündner Seilbahnstation bröckelt»: Auf Ursera zwischen Andeer und Ferrera drohen wichtige Relikte der Bergbau- und Industriegeschichte Graubündens zu zerfallen. Ein Verein plant nun ein Rettungsprojekt. Die «Südostschweiz» berichtet.

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