Visualisierung des Roche Süd-Areals. Fotos: F. Hoffmann-La Roche Ltd.

«Widerstand gegen Roche-Turm»

Eine Petition und der Denkmalrat wehren sich gegen den Bau des dritten Roch-Turms. Ausserdem in der Presse: SP-Nationalrätin Jacqueline Badran spricht sich gegen die Überbauung an der Thurgauerstrasse aus.

«Rettet die Roche-Bauten in Basel» heisst eine Petition, die bisher 800 Leute unterschrieben haben. Dabei geht es weniger um den dritten Roche-Turm von Herzog & de Meuron an sich, sondern darum, dass Roche auf dem Süd-Areal alle historischen Bauten abreissen will, berichtet die «Basler Zeitung». Sie wollen das erste, 1960 erbaute Roche-Hochhaus von Roland Rohn und das 1937 erstellte Betriebsgebäude von Otto Rudolf Salvisberg vor dem Abriss retten. «Wenn der ikonische Riegel von Salvisberg fällt, ist das so, wie wenn man das Bauhaus-Gebäude abreissen würde», sagte Bernd Nicolai, Professor für Architekturgeschichte an der Uni Bern und Initiant der Petition. De Meuron antwortet auf die Forderungen, dass der Bau von Salvisberg nicht mehr das sei, was er mal war: «Der Bau war einmal eine Ikone, aber er ist es nicht mehr. Rohn hat im Innern ziemlich gewütet. Aus funktionalen Gründen wahrscheinlich. Man spürt extrem die Funktionalität, die dieses Gebäude vergewaltigt hat.» Für Dorothee Huber, Vertreterin des Denkmalrats, zähle diese Argumentation nicht. Historische Gebäude würden den heutigen Standards so gut wie nie genügen. So hätte kaum ein historisches Bauwerks den Anspruch auf Erhaltung.

Weitere Meldungen:

–  «Überbauung an der Thurgauerstrasse»: SP-Nationalrätin Jacqueline Badran bekämpft das Grossprojekt der eigenen Partei, schreibt der «Tages-Anzeiger».

– «Verkehrsplanung Bern»: Anwohner protestieren dagegen, dass die Stadt Bern alle Autos ins Rathausparking verbannen will, berichtet der «Bund».

– «Zwischen Denkmalschutz und Fortschritt»: Der Umbau eines unter Schutz stehenden Gebäudes erfordert Geduld und Kompromissbereitschaft. Beim Zürcher Schulhaus Chrüzächer ist man dabei auf gutem Weg, schreibt der «Zürcher Unterländer».

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