So will Rapperswil das ehemalige Zirkusmuseum am Fischmarktplatz zum Visitor Center machen. (Visualisierung: halter-hunziker.ch)

Wettbewerbsstreit in Rapperswil

Rapperswil will seine Tourismusinformation ohne Architekturwettbewerb aufpeppen. Ausserdem in der Presse: Der SBB-Fahrplan 2019, Lafarge-Holcim und Menschenrecht und Kommerz auf dem Zürcher Sechseläutenplatz.


Damit aus der Rapperswiler Touristeninformation ein «Visitor Center» wird, soll der graue Sichtbeton einer goldenen Fassade weichen und das Dach zur Aussichtsplattform werden. Laut ‹Südostschweiz› droht nun ein Rechtsstreit: Die Stadt hat die Erneuerung direkt mit jenen Architekten geplant, die das Gebäude anfangs der Neunziger gebaut hatten. Weil die Architekturleistung den Betrag von 250'000 Franken überschreitet, fordert das Architekturforum Obersee aber einen Wettbewerb und sieht das Submissionsgesetz verletzt. Die Rechtsberatung des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins bestätigt das. «Beim jetzigen Stand des Projekts noch einen Wettbewerb ausschreiben, kann man machen, wenn man sich das finanziell und von der Zeit her leisten will», erwidert die Stadt und glaubt sich auf sicherem Boden, weil sie «die Kredite vor und nach der Baugenehmigung aufgeteilt hat». (Artikel nicht online)

Weitere Meldungen:


– «Stadt zieht Notbremse bei Airbnb», titelt ‹Der Bund› und berichtet ganzseitig über die Idee, den Anbieter in der Berner Altstadt zu verbieten. Der Hauseigentümerverband und ein Tourismusprofessor betrachten das Regulierungsvorhaben als völlig übertrieben.

– «Während die Verbesserungen des neuen Fahrplans hauptsächlich im Raum Zürich - Ostschweiz liegen, sind sie in der West- und Nordschweiz dünn gesät.» So fasst die ‹NZZ› den SBB-Fahrplan 2019 zusammen.

– «Der Konzern lügt uns direkt ins Gesicht», sagt eine indische Menschenrechtlerin im Interview mit der ‹Wochenzeitung› über den Zementkonzern Lafarge-Holcim. (Artikel nicht online)

– «Dieser Platz verdient mehr Mut zur Weite», sagt die ‹NZZ› und bezieht damit Position für eine Stadtzürcher Initiative, die fordert, der Sechseläutenplatz solle bloss an 65 Tagen im Jahr kommerziell genutzt werden.

– Es heisst, die finanzielle Schieflage von SBB-Cargo stelle das grösste Logistikprojekt der Nordwestschweiz in Frage. «Basel Nord ist nicht gefährdet», erwidert die Firma, die mit dem Bundesbetrieb plant, in der ‹Basler Zeitung›. (Artikel nicht online)

– «Dichtung und Wahrheit in der Bauaffäre», titelt selbstbewusst die ‹Weltwoche› und meint, in der Berichterstattung «werden munter Fakten zu Fake News verdreht».

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