Der erste seiner Art: Der Fernsehturm in Stuttgart Fotos: stuttgart-tourist.de

«Wer Türme baut, will hoch hinaus»

Dieser Geltungsanspruch gelte auch für Nutzbauten wie die Fernsehtürme, meint die «NZZ» in der heutigen Ausgabe.

«Wer Türme baut, will hoch hinaus. Der Symbolwert lässt sich nicht abstreiten. Es sage niemand, die höchsten Hochhäuser der Welt strebten nur deswegen in den Himmel, weil auf diese Art das Verhältnis von Bauvolumen und Flächenverbrauch optimal sei.» Dieser Geltungsanspruch gelte auch für Nutzbauten wie die Fernsehtürme, meint die «NZZ» und berichtet über die darbenden Exemplare in Deutschland. Sogar der Stuttgarter Fernsehturm, der «Urvater der Fernsehtürme» strahle seit der Umstellung auf digitalen terrestrischen Funk kein Fernsehprogramm mehr aus. «Dabei ist es nicht der Wandel der Technik, der die Türme gefährdet, sondern der Mangel an Publikum», stellt die «NZZ» fest. «Was bleibt, ist Sentimentalität: Auch wer den Fernsehturm seiner Stadt nicht besucht, will ihn gern bewahren. Doch wofür mag er symbolisch noch stehen?»

Weitere Meldungen:

– In Genf streiten sich derzeit die Verfassungsgeber um ein «Recht auf Wohnen». Die «NZZ» berichtet.

– «Solar Impulse» im Gegenwind: Das Schweizer Solarflugzeug musste seinen Flug von Brüssel nach Paris abbrechen. Ein Bericht in der «NZZ».

– «Der Alpenraum darf nicht mehr nur als Randregion angesehen werden», sagt der Kulturgeograf Werner Bätzing in Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

– Die «Südostschweiz» stellt den Churer Städteatlas vor, der die Stadtentwicklung seit der Urgeschichte aufzeigt.

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