Die Siedlung Aumatt entspreche bereits den neuen Anforderungen. Fotos: Adrian Moser

Weniger Denkmalschutz in Bern

11’000 Objekte wurden aus dem Bauinventar des Kantons Bern gestrichen. «Ist weniger Denkmalschutz schlimm?», fragt der «Bund» nach. Ausserdem in der Presse: Neubau Stöckeracker und Bahnhof in Bern im Fokus.

Insgesamt 11’000 Objekte und Hunderte von Baugruppen sind im Rahmen der aktuellen Revision aus dem bernischen Bauinventar herausgeflogen, schreibt der «Bund» heute. In 260 Gemeinden wissen bisher nur eingeweihte Behördenmitglieder, welche Gebäude drin bleiben, neu dazukommen oder nicht mehr geschützt seien. Das neue Bauinventar enthält noch rund 28’000 Gebäude, was knapp 7 Prozent aller Gebäude entspreche. Ein Argument für die Reduktion der Gebäude im Bauinventar war, dass künftig dichter gebaut werden kann, schreibt die Zeitung. Denkmalpflegerin Tatiana Lori sei sich der Vorbehalte bewusst: «Auch wenn Gebäude im Bauinventar stehen, wollen wir, dass sie genutzt werden können.» Wichtig sei einfach, dass Bauten so erneuert würden, dass ihr Charakter weiterhin erkennbar sei. 2023 soll das Projekt beendet sein, das auch schmerzhafte Momente barg, räumt Denkmalpflegerin Lori ein: «Die enge Vorgabe des Grossen Rats hat uns manchmal gezwungen, Gebäude aus dem Inventar zu entlassen, die zwar für die Region wichtig sind, aber im kantonalen Vergleich eben doch zu wenig Gewicht haben.»

Weitere Meldungen:

– Bei einem Nein zum Ausbau des Bahnhof Berns am 7. März verzögere sich der das Projekt um Jahre, meint die SBB. Die Gegner sagen, das sei nicht weiter schlimm. Der «Bund» berichtet.

– Die Stadt Bern unterstütze ein Wohnbauprojekt, bei dem historische Gebäude abgerissen werden. Einen vergleichbaren Plan derselben Eigentümer möchte sie stoppen. «Wo liegt der Unterschied?», möchte der «Bund» wissen.

– «Während die deutsche Regierung eine positive Bilanz ihrer ‹Wohnraumoffensive› zieht, sind weder die Mieter noch die Immobilienwirtschaft zufrieden damit.», schreibt die «NZZ» heute.

Das «NZZ Bellevue» porträtiert die Architektin und Blumenhändlerin Huma Ahmad-Barras.

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