«Bei der Haltestelle auf dem Eigerplatz zeigt der Vergleich zwischen dem Projektbild (links) von gestern und der Realität von heute, dass die Planer es nicht schlecht getroffen haben.»

«Warum nicht eine Skizze?»

Der «Bund» vergleicht vollendete Bauprojekte in Bern mit den seinerzeitigen Visualisierungen. Ausserdem in der Presse: Jessenvollenweiders Hochhaus in Zürich und der Novartis Campus in Basel.

Die Präzision sei mitunter erstaunlich, schreibt der «Bund», nachdem die Zeitung die Visualisierungen von verschiedenen Projekten in der Stadt Bern über Fotografien des tatsächlichen Stadtbilds legt und per Schieberegler vergleichbar macht. «Beispiel Eigerplatz: Dort sollte ein Bild zeigen, wie die Haltestelle bei Nacht aussehen wird. Legt man das Bild und eine aktuelle Fotografie nebeneinander, muss man zweimal hinschauen, um zu erkennen, welches Bild die Realität zeigt.» Im Interview meldet Berns Stadtplaner Mark Werren Vorbehalte gegen allzu perfekte Darstellungen an. «Mir ist es sympathischer, wenn Projektdarstellungen klar erkennbare zeichnerische Elemente enthalten».

Weitere Meldungen:

– Die geplante Siedlung auf dem Zürcher Heinrich-Areal von Jessenvollenweider, mit einem Hochhaus neben dem Viadukt, löst im «Tages-Anzeiger» Diskussionen aus.

– Novartis baut auf seinem Campus ein Café und ein Museum «für ganz Basel», schreibt die «Basler Zeitung». Ab Herbst 2022 solle der gesamte Campus zugänglich werden.

– Die ‹Place de la Gare› in Echallens werde zum Opfer des eigenen Erfolgs, schreibt «24heures». Die Gemeinde müsse die teils sich widersprechenden Nutzerbedürfnisse planen.

– «Wie der Backstein Zürich eroberte»: Fassaden, die heute noch das Bild ganzer Quartiere prägen, waren nur gut dreissig Jahre lang in Mode, schreibt die «NZZ».

– In der Schweiz halten automatisierte Mini-Shops Einzug – Valora und Migros testen neue Formate, schreibt die «NZZ».

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Kommentare

Andreas Konrad 02.03.2021 21:08
Die herrenreiterische Arroganz der Bürokraten : Ob dem Berner Stadtplaner « zeichnerische Elemente » gefallen , ist völlig unwichtig. Wichtig ist bloss eines : Die Entscheidungsträger sollen genau wissen, was für Baukünste oder - Sünden da auf sie zukommen und für welches sie sich entscheiden. Das perfekte Bild hat hier Vorrang, schliesslich steht der Grümpel dann lange Zeit und behelligt den Nutzer und Betrachter.
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Ich kann das Bild nicht lesen