Die Gemeinde Stäfa am Zürichsee Fotos: Roland zh via Wikimedia

Verdichtung ist nicht alles

Das Postulat der baulichen Verdichtung könne «nicht einfach als planerisches Oberziel betrachtet werden», hält das Bundesgericht fest. Es stützt damit die Reduktion der Baumassenziffer in einigen Gebieten in Stäfa, berichtet die «NZZ».

Das Postulat der baulichen Verdichtung könne «nicht einfach als planerisches Oberziel betrachtet werden, dem sich alle anderen Planungsanliegen unterzuordnen haben», schreibt das Bundesgericht. Die Richter hatten das Vorgehen der Gemeinde Stäfa zu beurteilen, die ihre 1994 im Zeichen der inneren Verdichtung revidierte Nutzungsplanung im Jahre 2009 angepasst hatte. «In den Wohnzonen wurden zwecks besserer Abstimmung von alter und neuer Bausubstanz wieder Geschosszahlen eingeführt», so die «NZZ». Zudem reduzierte die Gemeinde die Baumassenziffer in einigen Gebieten von 1,9 auf 1,6. Ein Grundeigentümer forderte dafür eine Entschädigung wegen materieller Enteignung. Das Gericht wies sein Begehren ab. Es bestehe kein Anspruch darauf, dass sein Grundstück in einer einmal festgelegten Bauzone belassen wird, so die Richter.

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– Wegen steigender Mieten muss die Stadt Zürich mit Zuschüssen vermehrt Rentner unterstützen, berichtet der «Tages-Anzeiger». Die SP kritisiert, dass so die Spekulation mitfinanziert werde.

– Die «NZZ» porträtiert den Zürcher Architekten Fawad Kazi. Mit der Spitalerweiterung in St. Gallen baut er das grösste Hochbauprojekt, das der Ostschweizer Kanton je hatte.

– Graubünden bremst Zweitwohnungsbau. «Über 50 Gemeinden haben bereits Regelungen zur Eindämmung erlassen», meldet die «Südostschweiz». Einige tun sich aber noch schwer.

– «Davos will Platz für Familien schaffen», titelt die «Südostschweiz». Die Gemeinde möchte einheimischen Familien neun Parzellen im Baurecht zur Verfügung stellen.

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