Verdichten statt Grenzen sperren

Bundesrätin Simonetta Sommaruga wehrt sich dagegen, Platzprobleme mit einem Migrationsstopp zu lösen. Es gelte stattdessen, das Kulturland zu schützen und in den Städten verdichteter zu bauen.

Im Interview mit «Tages-Anzeiger» und «Bund» wehrt sich Bundesrätin Simonetta Sommaruga dagegen, Platzprobleme mit einem Migrationsstopp zu lösen. Es gelte stattdessen, das Kulturland zu schützen und in den Städten verdichteter zu bauen. Verdichtung habe in der Schweiz zu Unrecht einen schlechten Ruf. Einen vielversprechenden Ansatz sieht sie in «Wohnformen, wie sie beispielsweise manche Genossenschaftssiedlungen anbieten». Die Menschen dort würden sich gewisse Räume teilen und hätten trotzdem ihre Privatsphäre.

Weitere Meldungen:


– Der Architekt Max Dudler hat den Wettbewerb für die Erweiterung des Berliner Bundesratsgebäudes gewonnen, in dem die Vertreter der deutschen Bundesländer tagen, berichtet die NZZ. Das Preisgericht lobte Haltung, Gestus sowie städtebauliche Verknüpfung und Architektursprache des «sehr kraftvollen und eigenständigen Beitrags».

– Der Gemeinderat der Stadt Bern hat die Erarbeitung einer «Velo-Offensive» beschlossen, berichtet der «Bund». Der öffentliche Verkehr nehme zu, ebenso der motorisierte Individualverkehr. Damit Velo bis 2030 fast doppelt so viele Menschen befördert wie heute, soll die Verwaltung enger zusammenarbeiten.

– In der Stadt Zürich stehen teure Mietwohnungen leer. Das Angebot sei höher als die Nachfrage, schreibt der «Tages-Anzeiger». Manche Eigentümer sehen sich gezwungen, die Mieten zu senken, andere lassen aus Angst vor einem Dominoeffekt die Wohnungen lieber leer stehen.

– Der Zürcher Designer Sebastian Marbacher baut aus Absperrmaterial Sitzbänke (siehe Hochparterre 8/14). Er stellt seine Bänke neben Baustellen auf, wo er das nötige Material findet. Der «Tages-Anzeiger» stellt die «eleganten Guerillaaktionen» vor. Marbacher verfechte einen offenen Designbegriff, er möchte Ideen hervorbringen, weniger Produkte. «Bei mir kann man keine Bänke bestellen», sagt Marbacher.

– Dübendorf will, dass die Planung rund um das Gebiet des Flugplatzes zügig vorangeht. Beim Oskar-Bider-Quartier bestehe aus städtebaulicher Sicht Handlungsbedarf, so Stadtpräsident Lothar Ziörjen in der NZZ. Die Immobilienbesitzer sollten Planungs- und Rechtssicherheit haben.

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