Die Walliser CVP will das Verbandsbeschwerderecht bei Kleinprojekten einschränken. (Foto: Gian Paul Lozza)

Ungestört bauen?

Bei kleinen Bauprojekten sollen die Verbände den Wallisern nicht reinreden. Ausserdem in der Presse: Brücken von Robert Maillart, ein Winterthurer Platz ohne Grün und ein Award für eine Luzerner Aufstockung.

«Üsserschwyzer» Verbände, die im Wallis gegen Bauvorhaben einsprechen? «Völlig ungerecht», findet das ein CVP-Nationalrat im ‹Tages-Anzeiger› (Artikel nicht online), und spricht von einem «Kampf David gegen Goliath». Sein parlamentarischer Vorstoss will nun das Verbandsbeschwerderecht bei kleineren Bauvorhaben einschränken, sprich: Einfamilienhäuser. Die Umweltverbände sind aufgeschreckt und haben der nationalrätlichen Umweltkommission einen Brief geschrieben, der Vorstoss würde «angenommenes Raumplanungs- und Zweitwohnungsrecht torpedieren» – denn nebst Projekten in den Bauzonen, geht es auch um Projekte ausserhalb der Dorfkerne und Stadtzentren, «mit weniger als 600 Quadratmeter Bruttogeschossfläche oder anderen klar definierbaren Kriterien».

Weitere Meldungen:

– Max Bill verglich eine Brücke von Robert Maillart einst mit einem riesigen Windhund. ‹Der Bund› erklärt ganzseitig, wieso das Ingenieursgenie in Rüeggisberg kühne Brücken baute, «die ihrer Zeit voraus waren».

– Nach jahrelangem Zwist mit der Stadt Winterthur ist der Ortsverein Wülflingen nun mit dem neuen Platz auf dem Frohsinn-Areal zufrieden. Doch die Begrünung fehle und da will man am Ball bleiben, berichtet ‹Der Landbote›.

– Ein Gründerzeithaus im Wiener Neunzigerjahre-Style mit einer Alu-Lamellen-Fassade aufstocken? Für so etwas bekamen Scheitlin Syfrig ‹Iconic Award 2019›. Die ‹Luzerner Zeitung› berichtet ganzseitig.

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