Grün, autoarm, durchmischt: So sollen das Berner Vierer- und Mittelfeld überbaut werden. Fotos: Team Vif!

Und immer wieder Viererfeld

Gestern stellte die Berner Stadtregierung den Masterplan Viererfeld vor. Die Ansprüche sind hoch. Ausserdem in der Presse: Der Basler Rosentalturm, die Zürcher Villa Seeburg und Künstlerinnen auf Instagram.

Bern will auf dem Vierer- und dem benachbarten Mittelfeld alles geben, städtebaulich, architektonisch, ökologisch, sozial. Zu diesem Schluss kommt der Bund, der den 100-seitigen Masterplan gelesen hat, den der Berner Gemeinderat gestern Donnerstag vorstellte. Kleinteilige Parzellierung, abgestufte Baukörper, autoarm, ein vielfältiger Aussenraum mit Sportbereichen und einem «Gartenland». Der Masterplan mit den vielen Maximalforderungen ist allerdings kein verbindliches Planungsinstrument. Er sei eine Leitlinie, ein Kochbuch, zitiert der Bund Stadtpräsiden Alec von Graffenried.

Wer soll das vorbildliche und wohl nicht ganz günstige Quartier bezahlen?, fragt der Bund besorgt. Finanzdirektor Michael Aebersold beruhigt: Das Projekt bedinge hohe Investitionen, die jedoch über die Baurechtszinsen wieder zurückfliessen würden. Zudem würde der Löwenanteil der Infrastrukturkosten von den Investoren übernommen. Übrigens: Gebaut wird noch lange nicht: «Es wird noch 3 bis 5 Abstimmungen zum Viererfeld benötigen», sagt Aebersold.
Hinter dem Masterplan steht die Planergemeinschaft Vif!, die den Wettbewerb gewann: Dazu gehören Ammann Albers StadtWerke Architektur und Städtebau, Raderschallpartner Landschaftsarchitekten, Huggenbergerfries Architekten und Basler & Hofmann Verkehrsplanung.

Weitere Meldungen:

– Streit in Pully: Auf den Dächern einer Überbauung der Vaudoise sind hässliche Technikinstallationen weit herum zu sehen. Weder die Vaudoise noch Implenia noch Ferrari Architectes wollen Schuld sein, weiss 24 Heures.

– Yverdon hat als eine der ersten Gemeinden der Schweiz seine Nachhaltigkeitsstrategie auf die Agenda 2030 der Uno ausgerichtet, schreibt ebenfalls 24 Heures.

– Vor 50 Jahren wurde in Zürich die Villa Seeburg abgerissen. Sie führte zu einem verschärften Denkmalschutz, blickt die NZZ zurück.

– In Basel ist nun der Weg frei für den Bau des Rosentalturms, berichtet die Basler Zeitung. Die Architektur stammt ursprünglich von Morger Dettli Architekten.

– Olaf Breuning ist mit seinen Bildern skurriler Lebensmittel der erfolgreichste Schweizer Künstler auf Instagram, hat der Tages-Anzeiger zusammengetragen.

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