Der siegreiche Entwurf von Focketyn del Rio Sanin: So könnte die Kaserne Basel ab 2018 aussehen. Links die geplante, erdgeschossige Öffnung zum Rhein hin. Fotos: Hochbauamt Basel-Stadt

Umbau der Basler Kaserne durch junge Lokalarchitekten

Hans Focketyn und Miquel del Rio Sanin gewinnen den Wettbewerb zur Basler Kaserne. Die «Basler Zeitung» berichtet.

«Er begegnete mir zuvor auf der Strasse und lobte die Jury für den Entscheid für dieses Projekt», erzählte Fritz Schumacher der «Basler Zeitung» über Jaques Herzog nach dem Wettbewerbsentscheid. Er selbst wäre verlegen gewesen, hätte es dieses Projekt nicht gegeben – denn viele Projekte hätten keinen Mehrwert für die Nutzung gebracht, hier habe alles gestimmt.

Grosse Namen fehlten beim Wettbewerb, junge Architekten reichten insgesamt 39 Projekte ein. Regierungspräsident Guy Morin freut sich über das lokale Siegerteam Focketyn del Rio Sanin. Der Entwurf «Ein Haus für alle. Und das Neue» vereinfacht den Zugang vom Rhein zum Kasernenareal mit einem Durchbruch. Dank der Verlegung der inneren Treppenhäuser gelten die Gänge nicht länger als Fluchtwege und werden zur Nutzfläche. Als zentralen Eingriff wertet die «Basler Zeitung» aber den dreigeschossigen Durchbruch im Inneren. Dieses grosszügige Foyer steht der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und wird von vielen Fassadenöffnungen betreten.
Bis das siegreiche Projekt gegen 2018 steht, hat es noch einen längeren Weg vor sich: Die Jury kritisiert viele Details, etwa die «etwas gar inflationäre» Verwendung runder Ecken und auch die Denkmalpflege wird sicherlich auch die ein oder andere Veränderung fordern. Bis 2014 soll der Grosse Rat die nötigen 30 Millionen freigeben, damit nach dem Auszug der Fachhochschule 2015 die Bauarbeit beginnen kann.

 

Weitere Meldungen:

 


– «Grabenkämpfe wird es nicht mehr geben», meint der Zürcher Stadtrat und Vorsteher des Hochbaudepartements André Odermatt. In einem Interview mit der «NZZ» verteidigt er die heiss diskutierte Teilrevision der Bau- und Zonenordnung.

– Zürcher Wohnbaugenossenschaften kritisieren die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung. Mit dieser liesse sich das Ziel der Stadt, den Anteil gemeinnütziger Wohnungen bis 2050 auf ein Drittel anzuheben, nicht erreichen. Im «Tages-Anzeiger» und in der «NZZ» kritisieren sie die Voranwendung. Diesie stelle «viele bereits eingereichte Baugesuche und teilweise gemeinsam mit städtischen Amtsstellen entwickelte Projekte infrage.»

– Das Basler Parlament lehnte gestern die Bodeninitiative mit 47 zu 46 Stimmen knapp ab. Sie sah vor, dass die Stadt ihr Land ausschliesslich im Baurecht abgeben dürfte. Wie die «Basler Zeitung» berichtet kommt, sie dennoch nicht vor das Volk – denn die Initianten reichen nun den Gegenvorschlag als neue Initiative ein.

– Das Berner Inselspital baut für 40 Millionen Franken einen provisorischen Ersatz für die Frauenklinik. Diese wurde erst vor elf Jahren eröffnet und die notwendige Sanierung könnte sich verzögern. Dadurch Menschenleben zu gefährden sei unverantwortlich, weiss «Der Bund».

– Die Stadt Zürich kauft das besetzte Koch-Areal von der UBS. Politiker bezeichnen den Preis von 70 Millionen als fair für beide Seiten. Neben gemeinnützigen Wohnungen sollen auch ein Park und ein Gewerbehaus entstehen, meldet der «Tages-Anzeiger».


– Der Streit um den Neubau des Kunstmuseums Thurgau in der Kartause Ittingen geht weiter. Gegen die Finanzierung des 13-Millionen-Projekts ist eine Beschwerde hängig, berichtet das «St. Galler Tagblatt».

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