Tipps und Tricks zur Miete

Im Wirtschaftsteil berichtet der ‹Tages-Anzeiger› über den «Trick mit der Verteuerung» und empfiehlt Mietern, Teuerungspauschalen anzufechten, mit welchen Vermieter die Weitergabe des sinkenden Refernzzinssatzes umgehen möchten. Unter dem Titel «Energiewende verteuert die Mieten» rechnet er vor, dass sich Sanierungen fast immer für die Vermieter lohnen, für die Mieter sei die Bilanz dagegen «durchwachsen».


«Der Trick mit der Teuerung» titelt der ‹Tages-Anzeiger› und legt dar, wie Vermieter Kosten geltend machen, «die es gar nicht gibt». Hintergrund ist der am 1. Juni gesunkene Referenzzinssatz, dessen Weitergabe viele Vermieter aufgrund von gestiegenen Kosten nicht vornehmen. Der Hauseigentümerverband (HEV) argumentiert mit Preissteigerungen wie «Hauswarts- und Verwaltungslöhne, Wasser- und Materialkosten, Handwerker- und Baulöhne». Doch die Konsumentenpreise seien sinkend, ebenso die Schweizer Baupreise. Darauf angesprochen verteidigt der HEV die Pauschale von einem Prozent als ausgleichend, zu hoch bei schwacher Teuerung und andernfalls zu tief. Der ‹Tages-Anzeiger› erklärt dazu: «Seit sieben Jahren kennt die Schweiz praktisch keine Teuerung mehr.» Mietverbände empfehlen Pauschalen anzufechten, denn in der Praxis würden diese schon von den Schlichtungsbehörden selten akzeptiert. Dies lohne sich, denn Bagatellbeträge «läppern sich rasch zu grösseren Summen».
«Energiewende verteuert die Mieten», titelt der ‹Tages-Anzeiger› auf der gleichen Seite im Wirtschaftsteil und macht klar: Von einer Gesamterneuerung eines Mehrfamilienhauses können knapp zwei Drittel der Investitionen als wertvermehrend betrachtet und somit als Mietzinserhöhung weitergegeben werden. Für die Mieter sei die Bilanz dagegen durchzogen. Laut Mieterverband steigt die Miete weit stärker als die Nebenkosten sinken. Der ‹Tages-Anzeiger› gibt zu bedenken, dass dabei aber auch der Komfort steige.

Weitere Meldungen:


– Die Velostadt Zürich in Zahlen: Der ‹Tages-Anzeiger› berichtet über «neun Schwellen, um mit dem Velo eine einzige Strasse zu überqueren» und 16 weiteren Fakten von 1 bis 52'000.

– Der ‹Verein Baselbieter Feldscheunen› möchte auf Scheunen «als Teil der überkommenen Landschaft und als Zeuge unserer Baukultur» aufmerksam machen. Die ‹Basler Zeitung› berichtet. (Artikel online nicht verfügbar)

– Das Referendum «Eine halbe Milliarde für die Limmattalbahn?» kam zustande. Laut ‹NZZ› kommt das Projekt voraussichtlich am 22. November vor das kantonale Stimmvolk. (Artikel online nicht verfügbar)

– Schinkel oder Partymeile? Seit 1997 kämpfen Berliner für ein Flussbad zwischen dem neuen Stadtschloss und der Spitze der Museumsinsel. Laut ‹Tages-Anzeiger› sorgt sich der Denkmalschutz um die Ufergestaltung von Schinkel, die Stiftung Preussischer Kulturbesitz fürchtet die Entstehung eines Event- und Partybereichs. (Artikel online nicht verfügbar)

– Vor vier Jahren war es noch eine Polit-Messe im Zürcher Hauptbahnhof, heute nutzt die SVP die Halle günstig und «exklusiv für ideelle Zwecke». Die ‹NZZ› (Artikel online nicht verfügbar) und der ‹Tages-Anzeiger› berichten.

– Werner Bätzing, Alpen-Liebhaber, Koryphäe und Buchautor legt seinen Klassiker ‹Die Alpen› erneut auf. Die ‹NZZ› hat darin gelesen.

– Rotgrün opponiert im Baselbiet gegen das Sparpaket, weil die Verkehrsausgaben unangetastet bleiben. In der ‹Basler Zeitung› wehrt sich FDP-Baudirektorin Pegoraro gegen den Vorwurf der «Luxus-Strassensanierung». (Artikel online nicht verfügbar)

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