Die Zürcher Rosengartenstrasse soll zur Tempo-30-Zone werden.

Tempo 30 auf der Rosengartenstrasse

Zürichs Hauptverkehrsachse wird zur Tempo-30-Zone. «NZZ» und «Tages-Anzeiger» berichten. Ausserdem in der Presse: Wie Architektinnen den Städtebau prägen werden und Xherdan Shaqiris Betonvilla.

Eineinhalb Jahre nach dem Nein zur Tunnellösung beschliesst der Stadtrat, den Lärm auf der Verkehrsachse mittels Temporeduktion zu senken, berichtet der «Tages-Anzeiger»: «Der Zürcher Stadtrat geht am Rosengarten aufs Ganze. Er hat beschlossen, auf der berüchtigten Verkehrsachse mit ihren täglich 55’000 Fahrzeugen das Maximaltempo auf 30 Kilometer pro Stunde zu senken.» Man können die Lösung auf folgende Kurzformel bringen: Die Blechlawine bleibt, aber in Slow Motion. Die «NZZ» kritisiert den Entscheid: Es liege auf der Hand, dass es nicht prioritär um Lärmschutz geht, sondern darum, den ungeliebten Autoverkehr aus der Stadt zu verbannen. «Dass man den Lärmschutz auf diese Weise priorisiert, hat Folgen, nicht nur für den Individualverkehr, sondern eben auch für den öffentlichen Verkehr. Am Rosengarten wird sich konkret zeigen, was es für die Passagiere bedeutet, wenn der öV mit dem gesamten Verkehr verlangsamt wird», kommentiert die «NZZ».

Weitere Meldungen:

– «Xherdan Shaqiri erträumt sich eine Burg»: Der Basler Fussballstar baut eine Betonvilla in der Agglo. Sie wirkt wie ein Rückzugsort in einer Umwelt, die der Bauherr offenbar als feindlich erlebt, schreibt der «Tages-Anzeiger».

– «Männer reissen lieber ab, Frauen erhalten» – wie Architektinnen das Stadtbild prägen werden: Fünfzig Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz werden auch auf dem Zürcher Münsterhof gefeiert – mit Aktionstagen und einem rezyklierbaren Pavillon. Diskutiert wird darin auch über die Frage, ob Frauen anders bauen. Die «NZZ» berichtet.

– «Wohnen mit den Spuren von vierzehn Generationen»: Das Bauernhaus Brückensitz in Nidwalden aus dem 17. Jahrhundert wurde modernisiert und das Geschichtliche sichtbar gemacht. Die «NZZ» erzählt die Geschichte anlässlich der Europäischen Tage des Denkmals.

– «Anstrich darf Giraffe nicht zum Lecken reizen»: Der Zoo Basel hat das neu sanierte Antilopenhaus wiedereröffnet. Den Bedürfnissen der Giraffen, der Okapis und der Kudus sowie der Besucher und Mitarbeitenden wurde Rechnung getragen, schreibt die «Basler Zeitung».

– «Zwischen Wahn und Wirklichkeit»: Viele Ideen für die Stadt der Zukunft, aber auch Fahrzeuge für das Hier und Jetzt: Der «Tages-Anzeiger» stellt sieben Autos der IAA Mobility 2021 in München vor.

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Kommentare

Andreas Konrad 14.09.2021 22:17
Der Rosengarten: Vom rechten Sündenfall zum linken religiösen Fetisch. Beides ist ziemlich deppert. Der Verkehr bleibt, er wird wahrscheinlich noch zunehmen. Aber er gehört in den Tunnel. Punkt.
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