Blick hinter die steinerne Fassade des neuen Hardturmstadions: Die Visualisierung wurden seit dem Wettbewerb überarbeitet und mit Fussballfans garniert.

Stimmen zum Stadion

Der «Tages-Anzeiger» bezeichnet den neuen Hardturm als «Bodybuilder, der seine Muskeln unter weiten Pullovern versteckt». Die «NZZ» interessiert sich mehr für die Kosten: Diese seien mit 230 Millionen Franken «völlig überrissen».

«Es wirkt wie ein Bodybuilder, der seine Muskeln unter weiten Pullovern versteckt», schreibt der «Tages-Anzeiger» über das neue Hardturmstadion. Die Jury habe ihre Wahl unter der Prämisse getroffen: Ja nicht anecken. «Das scheint gelungen, wäre da nicht diese Zahl: 230 Millionen Franken für einen Blockrand mit Fussballplatz.» Architektonisch vergleicht die Zeitung das Stadion mit der Kunsthauserweiterung von David Chipperfield: «Die Gemeinsamkeiten sind verblüffend.» Beide Gebäude hätten eine vergleichbare Anmutung, seien «grosse Häuser» mit einfachen Grundformen und vertikel gegliederter, steinerner Fassade. Die «NZZ» titelt entsprechend: «Eine Arena aus Stein.» Die Zeitung ist zufrieden mit dem Entwurf: «Das Siegerprojekt sieht so aus, wie man sich ein richtiges Fussballstadion vorstellt.» Doch sie interessiert sich weniger für die Architektur als für die Kosten. 230 Millionen Franken soll der Bau inklusive Land und Altlastensanierung kosten. «Dieser Betrag ist völlig überrissen», meint die «NZZ». Er sei mehr als doppelt so hoch wie beim Letzigrundstation, das mit 110 Millionen Franken zu Buche schlug.

«Stadion mit Tarnkappe»: Kommentar zum Juryentscheid (für Abonnenten)

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