Im neuen Untergrund von Zürich HB: Die Architektur hält sich möglichst zurück. Fotos: Werner Huber

Staub aufgewirbelt

Am Wochenende ist die Durchmesserline in Zürich in Betrieb gegangen. Hochparterre und die Zürcher Zeitungen berichten ausführlich.

In weissen Wolken von Baustaub ist am Wochenende die Durchmesserline in Zürich in Betrieb gegangen. Der aufgewirbelte Staub wird sich verziehen. Die NZZ wirft mit dem ehemaligen Verkehrsplaner Paul Stopper einen kritischen Blick auf den neuen Hauptbahnhof. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, starten die SBB eine wissenschaftliche Analyse, um die Signalisationen für die Kunden im neuen Tiefbahnhof zu prüfen und zu verbessern. Die «Basler Zeitung» meldet kurz und knapp: «Durchmesserlinie funktioniert.» Hochparterre berichtet in der aktuellen Ausgabe ausführlich über die neue Unterwelt des Zürcher Hauptbahnhofs und zeigt eine kommentierte Fotostrecke.

Weitere Meldungen:


– Das Naturbad in Riehen ist eröffnet – «nach langen Querelen», wie die «Basler Zeitung» berichet: Architekt Pierre de Meuron verglich das Bad mit einem langersehenten Kind, das man nun in den Armen halte. Ein Kiesboden statt dem üblichen Hellblau lässt das Wasser im Naturbad teichähnlich erscheinen.

– Gstaad Saanenland hat eine neue Jugendherberge, was der «Bund» als Signal wertet, dass im Nobelkurort alle Gäste willkommen seien. Richtschnur für das Minergie-Haus war das Holzchalet. Ein Knick in der Fassade soll als «Umarmungsgeste für ankommende Gäste» gedeutet werden.

– Die NZZ berichtet ausführlich aus Rotterdam von der Architekturbiennale mit dem Titel «Urban by Nature». Die Koexistenz von Stadt und Landschaft als Planungsaufgabe steht im Mittelpunkt der Schau.

– Chinas Baustellen seien riskante Arbeitsplätze, schreibt der «Tages-Anzeiger». Zwar sei die offizelle Zahl fataler Unfälle gering, doch tote und verletzte Arbeiter würden häufig verschwiegen, weil sonst Baustopp und Bussen drohten.

– «Als Werk von Menschenhand, das mit kühnen Linien in die Horizontale hineinragt» präsentierte 1958 ein Aktionskomitee seine Pläne für einen Aussichtsturm am linken Seeufer in Zürich. Der «Tages-Anzeiger» hat die «heftigen Kontroversen um den Ortsbildschutz» aus den Archiven hervorgeholt und neben die Debatte um den temporären Hafenkran gestellt.

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