Je grüner, desto Ja: das Abstimmungsresultat zum CO2-Gesetzt Fotos: admin.ch

«Städte sind einsame Öko-Inseln»

Der Abstimmungssonntag zeigt, dass sich ein Stadt-Land-Graben durch die Schweiz zieht, schreibt die «NZZ». Ausserdem in der Presse: die Energiegesetze in Bern und Zürich und Volvos Designchef im Interview.

«Wenige violette Ja-Inseln in einem tiefroten, schweizförmigen Meer – so sieht die Karte der Abstimmung zur Trinkwasserinitiative aus», schreibt die «NZZ». Dieser Stadt-Land-Graben werde auch bei der Abstimmung zum CO2-Gesetz sichtbar: «Das Nein war hier jedoch deutlich knapper, es bilden sich mehr Ja-Inseln. Auch kleinere Städte wie Liestal stimmten dem Gesetz zu.» Die durchschnittliche Zustimmung in den ländlichen Gemeinden zum CO2-Gesetz habe bei unter 35 Prozent gelegen. Nur die sogenannten «städtischen Gemeinden in einer grossen Agglomeration» kommen auf einen Ja-Anteil von über 50 Prozent. «Ohne die Landbevölkerung geht es beim Klimaschutz nicht», schreibt die «Basler Zeitung» im Leitartikel zu den abgelehnten Umweltvorlagen: «Die ländliche Schweiz hat ein unmissverständliches Zeichen an die Regierungen gesendet: Wenn Umweltziele mit Sozialpolitik vermischt werden, gibt es die Rote Karte.»

Weitere Meldungen:

– Nach dem Nein zum CO2-Gesetz: Der grüne Zürcher Baudirektor zeigt sich zuversichtlich, dass das kantonale Energiegesetz an der Urne eine Mehrheit finden wird. Man wird auch dieses zu Fall bringen können, ist man bei der SVP überzeugt. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– Nach dem Nein zum CO2-Gesetz: Im Kanton Bern ist der Weg nach dem Scheitern des nationalen CO2-Gesetzes bereits vorgespurt. Das Energiegesetz soll revidiert werden. Einfach wird auch dies nicht, schreibt der «Bund».

– «So will sich die Stadt Chur künftig entwickeln»: Chur präsentiert Grundsätze, wie das bewohnte Stadtgebiet in den nächsten 30 Jahren entwickelt werden soll. Wichtigste Stichworte: Lebensqualität, neue Schwerpunkte und Verdichtung. Die «Südostschweiz» informiert.

– Der Neubau des Regionalflughafens Samedan wird konkret. Für die Umsetzung der ersten Entwicklungsetappe ist ein Investitionsvolumen von rund 88 Millionen Franken vorgesehen. Die «Südostschweiz» berichtet.

– «Elektroautos sind Ikonen der Zukunft»: Volvos Designchef ist überzeugt, dass «progressives» Design die jüngeren Generationen für elektrische Fahrzeuge begeistern wird. Ein Interview im «Tages-Anzeiger».

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