Stadion-Debatte Zürich: Was heisst privat bauen?

«Verschiedene Clubs der Super League haben neue Stadien gebaut – alle privat finanziert», GLP-Gemeinderat Gian von Planta im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». «Privat bauen heisst: Investoren können das Stadion mit einer Mantelnutzung kombinieren», hält FCZ-Präsident Ancillo Canepa dagegen.

Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» streiten sich FCZ-Präsident Ancillo Canepa und GLP-Gemeinderat Gian von Planta über das Stadion Zürich, das Ende September zur Abstimmung steht. «Ich würde den Fans und auch mir ein neues Stadion gönnen. Über 220 Millionen Franken dafür auszugeben, obwohl wir bereits ein Stadion haben, geht aber nicht. Dies ist keine Staatsaufgabe. Verschiedene Clubs der Super League haben neue Stadien gebaut – alle privat finanziert: in Bern, Basel, Thun, Luzern und St. Gallen,»  erklärt von Planta seine Opposition. «Es gibt keinen Club in der Schweiz, der sein Stadion selber gebaut hat. Privat bauen heisst: Investoren können das Stadion mit einer Mantelnutzung kombinieren – mit Einkaufszentren und Hotels. Genau das plante die Stadt mit der CS, dies ist aber gescheitert», hält Canepa dagegen. Und was passiert, wenn Zürich Nein zum Stadionprojekt sagt? Canepa sieht wirtschaftliche Aspekte, die für eine Fusion von FCZ und GCZ sprechen würden, obwohl es sich bei den Clubs nicht um «normale Unternehmen» handle. Von Planta erklärt im «Tagi»: «Der Fussball in der Stadt Zürich wird genau gleich weitergehen. Wenn das Bedürfnis für ein neues Stadion tatsächlich so gross ist, werden die Clubs in zwei, drei Jahren mit einem neuen, besseren Projekt kommen.»

Weitere Meldungen:

– Der Schweizer Zementriese Holcim setzt in seinem Werk Siggenthal demnächst auf Braunkohle, «den schmutzigsten aller Energieträger», wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

– Das Mudac in Lausanne zeigt bis Anfang Oktober eine Ausstellung über den Plastiksack in Kunst und Design. «24heures» hat sie besucht.

– «Der Mann mit dem Riecher für Trends»: Fritz Sauter aus Grindelwald entwickelte die ersten Zeitschaltuhren und Elektroboiler. Die «Basler Zeitung» erzählt seine Geschichte.

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