So möchte Roger Boltshauser den Hauptbau der ETH Zürich von Gottfried Semper und Gustav Gull weiterbauen. (Bild: nightnurse images)

Semper und Gull, nun Boltshauser

Beim Wettbewerb für die Sanierung der Parkgarage der ETH-Hauptgebäudes in Zürich nutzte der Architekt Roger Boltshauser die Gelegenheit und dachte den Vorplatz weiter.


Der Eingang des Hauptgebäudes der ETH Zürich erinnere «an eine in die Jahre gekommene Mehrzweckhalle irgendwo in der Schweizer Provinz», meint die ‹NZZ› und freut sich: Ab 2018 baut die Hochschule einen neuen Haupteingang, «der sowohl dem ehrwürdigen Gebäude als auch der Bedeutung der Hochschule entspricht». Auslöser war die Sanierung der Parkgarage unter dem Eingangshof mitsamt neuer Einfahrt. Doch: «Nur wenige Teams hatten den Mut, den Vorplatz grundsätzlich zu verändern», sagt ETH-Vizepräsident Roman Boutellier. Roger Boltshauer traute sich, an der Architekturikone von Gottfried Semper und Gustav Gull weiterzubauen. Er führte die von Gull angebauten, seitlichen Säulengänge fort «um so den Hof besser zu fassen und zur stark befahrenen Rämistrasse hin abzuschirmen». Wie der ‹Tages-Anzeiger› erläutert, nimmt dies zwei ursprüngliche Ideen von Gull wieder auf. Dieser wollte die seitlichen Portiken verlängern, den Ehrenhof fassen und zwei Brunnenanlagen installieren.

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– «Die Individualisierung ist ein Abbild der Gesellschaft», sagt der Zuger Baudirektor Heinz Tännler in der ‹Neuen Luzerner Zeitung›. Diese berichtet mit detaillierten Zahlen über eine Herausforderung: «Zwei Drittel der Zuger leben allein oder zu zweit in einer Wohnung.»

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– «Ohne Vision – und mit Risiko», urteilt die ‹NZZ› über den «überraschenden», aber vom bayrischen Ministerrat «unumkehrbaren» Beschluss, hinter dem Münchner Ostbahnhof einen neuen Konzertsaal zu bauen.

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