Ansicht des im Bau befindlichen Bündner Kunstmuseums von Barozzi Veiga in Chur. Fotos: Rendering Barozzi Veiga

«Schweizer Städte sind voll grossartiger Gebäude, die isoliert nebeneinander dastehen»

Die Mies-van-der-Rohe-Preisträger Fabrizio Barozzi und Alberto Veiga erzählen im Interview mit der «NZZ» über ihre Arbeit in der Schweiz.

Die Architekten Fabrizio Barozzi und Alberto Veiga sind Träger des Mies-van-der-Rohe-Preises 2015. Ausgezeichnet wurde ihre Philharmonie in Stettin. In der Schweiz haben sie drei Projekte in Arbeit. Im Interview mit der «NZZ» vergleichen sie ihre Arbeit in Polen und in der Schweiz: «Wenn man in der Schweiz etwas verbessern sollte, dann vielleicht die exzessive Standardisierung der Prozesse. Etwas, wofür es kein Protokoll gibt, ist nicht möglich. Manchmal scheint es, Bauen in der Schweiz sei nur noch das Zusammenfügen vorgegebener Elemente», erklärt Alberto Veiga. Massgeschneiderte Bauwerke, wie man sie in Portugal oder Spanien noch bauen könne, seien fast unmöglich. «Die Stettiner Philharmonie hätten wir in der Schweiz so nicht bauen können». Dazu komm die Vernachlässigung des öffentlichen Raums: «Schweizer Städte sind voll grossartiger Gebäude, die isoliert nebeneinander dastehen», sagt der spanische Architekt im Interview mit der «NZZ».

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– Genf votiert für mehr Wohnraum: Im Kanton Genf können Büros künftig einfacher in Wohnungen umgewandelt werden. Die «NZZ» berichtet.

– Die Stimmberechtigten des Kantons Zug haben das 890-Millionen-Projekt «Stadttunnel mit Zentrum Plus» deutlich abgelehnt. Die «NZZ» informiert.

– Mit 65,7 Prozent sagen Zürcherinnen und Zürcher deutlich Ja zum Bau der städtischen Siedlung Hornbach. «Tages-Anzeiger» und «NZZ» berichten.

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