Schweizer Architekturprofessor als Bestsellerautor im Iran

Ein über zwanzig Jahre altes Architekturbuch ist in Iran ein Standardwerk – ohne dass der Autor, der Schweizer Architekt und Professor Jörg Kurt Grütter, davon wusste. Die «NZZ» hat ihn interviewt. Nachdem Grütter sein Werk «Ästhetik der Architektur – Grundlagen der Architekturwahrnehmung» auf einer iranischen Webseite entdeckte, ging er für zwei Monate in die Islamische Republik. Als Dozent erlebte er eine völlig andere Studienkultur.

Ein über zwanzig Jahre altes Architekturbuch ist in Iran ein Standardwerk – ohne dass der Autor, der Schweizer Architekt und Professor Jörg Kurt Grütter, davon wusste. Die «NZZ» hat ihn interviewt. Nachdem Grütter sein Werk «Ästhetik der Architektur – Grundlagen der Architekturwahrnehmung» auf einer iranischen Webseite entdeckte, ging er für zwei Monate in die Islamische Republik. Als Dozent erlebte er eine völlig andere Studienkultur: «In Iran ist die Ausbildung in Architektur vor allem theoretischen und philosophischer Art. (...) Das ist sehr interessant, aber es gibt, zumindest aus meiner Sicht, wichtigere Themen. Oft habe ich Modelle von Arbeiten der Studierenden angeschaut und musste sagen: ‹Das könnt ihr so nicht bauen, das fällt zusammen.›», erzählt Grütter im Interview. Zu praktischen Fragen wie der Beziehung zwischen einem Raum und seiner Funktion gebe es im Iran wenig Literatur. Deshalb sei sein Buch dort so begehrt.

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– SP-Nationalrätin Jacqueline Badran wehrt sich dagegen, dass die Stadt Zürich die SBB für einen Landstreifen an der Europaallee entschädigt. Der «Tages-Anzeiger» informiert.

– Sieben Jahre nach der ersten Ausgabe geben die Grafiker Markus von Glasenapp und Nicolas Fojtu in Eigenverlag eine neue Auflage des Tourenatlas «Helvetic Backcountry» heraus. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– Mozilla-Stiftung entwickelt ein Betriebssystem für Smartphones, das in Schwellenländern den Weg ebnen soll für günstige Telefone. Ein Artikel im «Tages-Anzeiger».

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