Familiengärten Niederholz in Riehen Fotos: Juri Weiss / bs.ch

Schrebergärten statt urbaner Dynamik

Basel hat kühne städtebauliche Visionen, doch eine Initiative zum Schutz von Familiengärten entzweit den Kanton. «Die städtebauliche Debatte wird so auf einen scheinbar unbedeutenden Nebenschauplatz verlagert», so die «NZZ».

Basel wächst und hat kühne städtebauliche Visionen, doch eine Initiative zum Schutz von Familiengärten entzweit den Kanton. «Die städtebauliche Debatte wird so auf einen scheinbar unbedeutenden Nebenschauplatz verlagert», schreibt die «NZZ». Würde die Initiative angenommen, wäre dies nach Ansicht des Basler Baudirektors Hanspeter Wessel (SP) eine Katastrophe. Sie droht die Dynamik der Stadt abzuwürgen, meint auch die «NZZ». Und die Regierung warnt, die Initiative gefährde die Planung von Wohnungen, Parks oder neuen Tram- und S-Bahn-Linien. Die Initianten aber rechnen sich durchaus Chancen für ihr Begehren aus, so die Zeitung: «In Basel werden Megaprojekte wie die Umgestaltung ganzer Quartiere oder der Bau des höchsten Gebäudes der Schweiz zwar fast diskussionslos und mit einer gewissen Begeisterung realisiert. Im Gegenzug aber zeigen sich die Bürger bei Vorhaben oft kleinlich, die nicht im Zusammenhang mit dem Life-Science- und Messestandort stehen und deshalb keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen versprechen.»

Weitere Meldungen:

– Das Schwyzer Verwaltungsgericht gibt dem Bau für ein Sommerrestaurant von Peter Zumthor auf der Insel Ufenau seinen Segen. Doch die Gegner geben nicht auf, berichtet der «Tages-Anzeiger».

– Die Grünliberalen der Stadt Zürich haben ein Positionspapier zum Städtebau verabschiedet. Sie möchten ausserhalb von Altstadt und City dichteres Bauen ermöglichen, die erlaubte Zahl der Vollgeschosse um 30 bis 40 Prozent erhöhen und fordern Hochhauszonen. Ein Bericht in der «NZZ».

– Die Brücken in Bern werden mit horizontalen Netzen gesichert, um Suizide zu verhindern, meldet der «Bund». Die provisorischen Schutznetze an der Kirchenfeld- und der Kornhausbrücke sollen bis 2013 durch definitive bauliche Massnahmen ersetzt werden.

– Mit der Konzerthalle «Harpa» erhält Island erstmals ein Gebäude für Aufführungen von Musik und Musiktheater. Trotz Finanzkrise hat die Regierung am Projekt festgehalten. Entworfen hat das Haus das dänische Architekturbüro Artec, die auffällige Glaswand stammt vom Künstler Olafur Eliasson. Die «Südostschweiz» berichtet.

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