Richtersprüche gegen Zweitwohnungen

Zweitwohnungsgegner Franz Weber hat in Graubünden 146 Mal gegen Baugesuche geklagt – und 95 Mal Recht erhalten. Die «Südostschweiz» berichtet über die Erfolgsquote von 84.5 Prozent.

Zweitwohnungsgegner Franz Weber hat in Graubünden 146 Mal gegen Baugesuche geklagt – und 95 Mal Recht erhalten, schreibt die «Südostschweiz». In sechs weiteren Fällen seien die Einsprachen zurückgezogen und 29 Einsprachen seien abgewiesen worden, so der Verein Helvatia Nostra. Gesamtschweizerisch liegt die Erfolgsquote bei 84.5 Prozent. Damit sei man klar über der durchschnittlichen Quote der Umweltverbände von 50 Prozent, erklärt Birgit Wyss von der Fondation Franz Weber. Beim zuständigen Departement für Volkswirtschaft und Soziales beurteilt man die Zahlen mit Skepsis, wie Carlo Decurtins, Jurist für Raumplanung, gegenüber der Zeitung darlegt. Er könne die Anzahl nicht verifizieren und vermutet, dass die Mehrzahl aus dem Jahre 2012 stammten, als noch unklar gewesen sei, ob die Gemeinden wenigstens noch bis Ende 2012 Zweitwohnungen bewilligen dürfen.

Weitere Meldungen:


– Die Stadt Zürich lockert die Rahmenbedingungen für den Investorenwettbewerb für das Hardturmstadion, meldet der «Tages-Anzeiger». Teilnehmer müssen das Projekt von Burkard Meyer Architekten nicht zwingend übernehmen.

– Zweite Abstimmung übers Tram in Bern? Ein überparteiliches Komitee strengt eine Initiative an und will den Ostermundiger Tram-Ast erneut vors Volk bringen, schreibt der «Bund».

– Bonnard Woeffray gewinnen den Wettbewerb für die Umgestaltung des Bahnhofsgebietes in Cully. Die «24 heures» stellt die Pläne für das 15'000 Quadratmeter grosse Areal vor.

– Die Equity-Beilage der «NZZ» berichtet über «Über-Bauungen»: Herzog & de Meurons Wasserstadt in Solothurn, leerstehende Ferienwohnungen im Wallis oder Ernst Göhners Plattenbauten.

– Das «Appenzeller Tagblatt» informiert über den Werkbeitrag des Kantons, der zum ersten Mal für die Sparte Architektur-Forschung vergeben wird. Die Architektin Rahel Lämmler bekommt zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Roman Häne einen Beitrag für ihre gemeinsame Forschungsarbeit rund um Pronfanbauten im Appenzellerland.

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