Remo Stoffel (Archiv Südostschweiz)

Remo Stoffels Geschäfte

Nach seiner Verurteilung im Kanton Zürich bestehen in Graubünden noch Steuerforderungen. Ausserdem in der Presse: Zerstörung durch Melioration, Architekturpreis in Nyon und ein 25-Meter-Bus für Lausanne.

Geschäfte des Unternehmers Remo Stoffel, unter anderem Betreiber der Therme Vals, waren und sind Gegenstand von Straf- und Gerichtsverfahren in Zürich, Graubünden und am Bundesgericht. Der Kanton Zürich hat ein Verfahren unter anderem wegen Urkundenfälschung inzwischen abgeschlossen, fasste Hochparterre gestern zusammen.
In Graubünden sind noch gewichtige Steuerfragen offen. Das berichtet heute die Südostschweiz. So geht es um eine Hinterlegung von knapp 51 Millionen Franken, welche die Steuerbehörde verlangte, als Stoffel vor einem Jahr nach Dubai auswanderte, als Sicherheit für Steuerforderungen aus den Jahren 2005 bis 2008 sowie 2019. Stoffel legte Beschwerde ein und verlangte aufschiebende Wirkung, was das Bundesgericht ablehnte, sodass Stoffel jetzt Werte von 50 Millionen Franken hinterlegen muss.
Über die Forderungen selbst muss das Bundesgericht noch entscheiden. Sollte dies im Fall der Forderung von 2005 nicht bis Ende Jahr geschehen, drohten dem Kanton und der Stadt Chur schmerzhafte Einnahmenausfälle, schreibt die Südostschweiz. Die Kantonssteuern für dieses Jahr belaufen sich auf 15,1 Millionen Franken, die Gemeindesteuern auf 14,3 Millionen Franken.
Entschieden ist bereits, «dass Stoffels Immobiliengruppe Priora rund 60 Millionen Franken Verrechnungssteuer nachzahlen muss». Entlastet wurde er dagegen zum Verkauf der Therme Vals. Im Mai gab die Staatsanwaltschaft Graubünden bekannt, dass sie das entsprechende Strafverfahren eingestellt habe und Stoffel keine strafbaren Handlungen vorzuwerfen seien, lautete das Fazit.  


Weitere Meldungen


– Köbi Gantenbein kritisiert zusammen mit anderen gewichtigen Bündner Stimmen den Ausbau eines alten Weges bei Disentis. Unter anderem im Lautsprecher des aktuellen Hochparterre. Die Südostschweiz nimmt die Kritik heute auf und lässt den Kanton zu Wort kommen. Beim historisch heiklen Wegstück könne man falls nötig noch Korrekturen anbringen.

– 25 Meter: So lang ist der neue Bus der Verkehrsbetriebe Lausanne. Ab Montag schlängelt sich dieses halbe Tram durch die Stadt, wissen wir dank 24 Heures.

– Gute Architektur in der Waadt: Das Primarschulhaus Couchant in Nyon von Aeby Perneger und Partner gewinnt einen Best Architects21-Preis, meldet ebenfalls 24 Heures.
 

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