«Fondaco dei Tedeschi» in Venedig Fotos: Didier Descouens

Rem Koolhaas versteckt die Rolltreppe

Darf man eine historische Stätte mit Texturen der Konsumgesellschaft überschreiben? Die «NZZ» erzählt die Geschichte der Renovation des «Fondaco dei Tedeschi» in Venedig.

Darf man eine historische Stätte mit Texturen der Konsumgesellschaft überschreiben, fragt die «NZZ» in der heutigen Ausgabe und erzählt die Geschichte der von Rem Koolhaas geplanten Renovation des «Fondaco dei Tedeschi» in Venedig. Entstehen soll im in dem 2008 vom Benetton-Unternehmen erworbenen Palazzo ein 11'000 Quadratmeter grosses Shoppingcenter. Ein erster Entwurf beinhaltete eine Rolltreppe im Innenhof des Fondaco, «als Zeichen der Erneuerung», wie die «NZZ» schreibt. «Doch da zogen Bürger, Stadtregierung und Denkmalschutz nicht mit. Denn eine Rolltreppe in einem Cinquecento-Hof ignoriert konservatorische Auflagen und beschädigt das Markenzeichen Venezia – ein Shoppingcenter aber offensichtlich wenig.» Um die behördliche Bewilligung zu erhalten nahm Koolhaas die Rolltreppe aus dem Blickfeld. «Damit ist der Weg frei für ein Einkaufsparadies am Canale Grande», schliesst die «NZZ».

Weitere Meldungen:

– In vielen Regionen wird an einer besseren Erschliessung des Umlandes der Städte durch den öffentlichen Verkehr gefeilt. «Stadtbahn heisst das Zauberwort», schreibt die «NZZ».

– Innert fünf Jahren sind in Graubünden fünf Naturpärke entstanden. «Touristiker und Politiker sind begeistert», schreibt die «Südostschweiz».

– Gigon/Guyer bauen in Rorschach (SG) eine neue Kunst-Dependance der Würth-Gruppe. Die «Südostschweiz» hat die Baustelle des «in Glas gehüllten Kunstforums» besichtigt.

– Für den Bündner Regierungspräsidenten ist klar: Kommt der Bund nicht unbeschränkt für ein Defizit der Spiele in St. Moritz auf, finden diese nicht statt. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– «Wo das Land verunstaltet wurde»: Manche Regionen tragen ihrem Boden sorge, andere bauen wild drauflos. Der «Tages-Anzeiger» zeigt die sieben schlechtesten Beispiele.

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