Dem geplanten Neubau von Santiago Calatrava am Zürcher Stadelhofen droht eine Verzögerung. Fotos: Calatrava Valls SA

Rekurs gegen Calatravas «Hochseejacht»

Dem geplanten Neubau von Santiago Calatrava am Zürcher Stadelhofen droht eine Verzögerung. Ausserdem in der Presse: das Zürcher Kongresshaus, das Globus-Provisorium und Klein-Manhattan in Gland.

«Eigentlich standen alle Zeichen auf Grün», schreibt der «Tages-Anzeiger». Doch nun drohe dem «extravaganten» Neubau von Santiago Calatrava am Stadelhofen doch noch eine Verzögerung. «Gegen die Baubewilligung, welche die Stadt Mitte August erteilt hat, ist ein Rekurs eingegangen.» Wie lange sich der Baustart für den 46-Millionen-Franken-Bau der Anlagestiftung der Axa-Versicherung verzögern wird, ist unklar. Das Baurekursgericht muss von Gesetzes wegen innerhalb von sechs Monaten über den Rekurs entscheiden. «Ursprünglich wollte die Axa mit dem Ersatzbau für das Haus zum Falken mit dem Café Mandarin bereits im Frühling 2020 starten», schaut der «Tages-Anzeiger» zurück. Ende 2022 sollte das fünfgeschossige Geschäftshaus mit geschwungener Stahl- und Glasfassade bezugsbereit sein. Das Projekt war von Anfang an umstritten: «Während sich Befürworter an einer edle ‹Hochseejacht› erinnert sahen, sprachen Kritiker von einem ‹gestrandeten Wal›», heisst es weiter. Der Zürcher Gemeinderat stimmte dem Gestaltungsplan im Januar 2018 dann aber klar zu.

Weitere Meldungen:

– «Beim Umbau des Kongresshauses hat die Stadt Zürich die gleichen Fehler gemacht wie vor 35 Jahren», schreibt die «NZZ».
Bei Umbauten des Zürcher Kongresshauses steck seit Jahrzehnten der Wurm drin.

– «Das Globus-Provisorium geht in die Verlängerung»: Die Stadt Zürich möchte die Konzession für das Haus über der Limmat bis 2030 verlängern. Der «Tages-Anzeiger» informiert.

– «Wie ein Verein die Stadt Zürich herunterkühlen will»: Einzelne Quartiere in Zürich werden im Sommer zu regelrechten Hitzeinseln. Der Verein Stadtgrün will das nun ändern, berichtet die «NZZ».

– «Klein-Manhattan in Gland»: Die grösste Schweizer Online-Bank plant am Genfersee eine 15-stöckiges «emblematisches» Hochhaus. «24heures» berichtet.

– Kein einziges internationales Ziel zur Biodiversität wurde in den letzten zehn Jahren erreicht. Die Politik verfolge einen falschen Ansatz, sagt ein Schweizer Pflanzenwissenschaftler im Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

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Kommentare

Andreas Konrad 06.10.2020 00:27
Calatrava verhindert, Kongresshaus versenkt und das Durisol - genietete Globus - Provisorium bleibt. Zürich - Welthauptstadt des provinziellen Puritanismus.
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Ich kann das Bild nicht lesen