Das Haus Adler in Zürich-Wipkingen. Fotos: Valentin Jeck

Preis für Zürcher Architektur

Das Haus Adler von Fuhrimann und Hächler wurde zum schönsten Haus des Jahres 2021 gekürt. Der «Tagi» berichtet. Ausserdem in der Presse: Lärmschutz als Herausforderung und fehlender Schulraum in Bern.

Der deutsche Architekturverlag Callwey kürt mit dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt den Neubau von Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler in Zürich-Wipkingen zum schönsten Haus des Jahres 2021. Der «Tages-Anzeiger» berichtet. Die Jury lobt dabei die stimmige Form und die Raumgestaltung des Baus, exakt auf die bewohnende Familie zugeschnitten. Das Architektenduo versteht das Haus als bewusste Provokation an der omnipräsenten ausdrucksarmen Perfektion am Bau. Und die Bauherrschaft ergänze sie mit ihrer Art, zu wohnen, ideal, sagt die Architektin gegenüber der Zeitung. «Sie versucht nicht, den Neubau mit Designobjekten vollkommen zu machen, sondern bleibt ihrem bisherigen Einrichtungsstil treu.» Ein kleines Problem habe die Hausherrin einzig mit den Sonnenstoren, erzählt sie. Sie flattern wie schlecht gesetzte Segel bei Wind. Hächler ist erstaunt, sie seien mit den denselben zufrieden. «Aber ihr seid dem Wind wohl mehr ausgesetzt.»


Weitere Meldungen:

– Lärmschutz als Herausforderung für die Architektur: In der Schweiz gibt es strenge Lärmschutzbestimmungen. Immer öfter scheitern deswegen Projekte ganzer Siedlungen. Das «Echo der Zeit» spricht mit Architektin Deborah Fehlmann darüber.

– «Lernen im Container statt im Klassenzimmer»: Steigende Schülerzahlen, baufällige Räume, verzögernde Einsprachen. Bern kommt mit der Planung seiner Schulhäuser nicht vom Fleck. Der «Bund» berichtet.

– «Züge, Depot, Doppelspur»: Die Forchbahn plant, 325 Millionen Franken zu investieren. Die wichtigsten Projekte sollen bis in das Jahr 2030 umgesetzt werden, schreibt der «Tages-Anzeiger» heute.

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Kommentare

Andreas Konrad 18.10.2021 01:07
Frei nach Henryk M. Broder: Hier findet die kulturelle Verwahrlosung einer überfressenen Wohlstandsgesellschaft ihren Ausdruck. Es brüllt die obere Mittelschicht dem Pöbel entgegen: In your face! Es beleidigt den Betrachter, statt ihn zu erfreuen. Es ist die Ausgeburt einer selbstgerechten, wohlsituierten Arroganz. Echte Favela - Bewohner werden ob des grausamen Zynismus, den dieses hässliche Machwerk manifestiert, erschreckt zusammenzucken.
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