Politisch strahlender Pavillon

Die ‹NZZ› bespricht den von Hans Ulrich Obrist kuratierten Schweizer Pavillon an der Architektur-Biennale in Venedig. Der Ort unentwegter Wissensbildung zeige die Schweiz interaktiv und offen. Angesichts der angespannten Beziehungen zu Italien habe dies politische Strahlkraft und so sei der Pavillon ein «Pavillon des Schweizer Geistes».

Euphorisch bespricht die ‹NZZ› den Schweizer Pavillon an der Architektur-Biennale in Venedig. Sie erläutert, wie Kurator Hans Ulrich Obrist unter dem Titel ‹Lucius Bruckhardt und Cedric Price - A stroll through a fun palace› dem «Moment der Bewegung» nachgeht. Wie die «Professoren-Sofas» des Spaziergangswissenschaftlers Lucius Burckhardt an der ETH werde der Pavillon durch Pläne, Skizzen, Modelle, Plakate und Fotografien von Bauten und Personen «zum Ort der unentwegten Wissens-Bildung und des Wissensaustausches». Besonders erfreut ist die ‹NZZ› ob der «politischen Strahlkraft» der Baukunst. Angesichts angespannter Beziehungen – Italien führt die Schweiz auf der schwarzen Liste der Steuerparadiese – sende die Eidgenossenschaft ein klares Signal und zeige sich offen und entgegenkommend. So erklärt sich der Titel: «Der Pavillon des Schweizer Geistes».

Weitere Meldungen:


– «Bevölkerungswachstum beschleunigt sich», titelt die ‹NZZ›. Die Grenze von 8,5 Millionen Einwohnern wird nach neusten Schätzungen bereits 2019 überschritten. Dieses Wachstum dürfte auch die Ecopop-Initiative nicht bremsen, denn ein Artikel in ‹Der Bund› zeigt den Sinneswandel vieler bürgerlicher Politiker bezüglich der rein quantitativen Zuwanderungsbeschränkung.

– Längst steht der Hafenkran und erfreut oder verärgert odie Stadtzürcher. Wie die ‹NZZ› berichtet, wird die vom Komitee ‹Hafenkräne Nein› vorbereitete Volksinitiative nicht zurückgezogen. Das Volk wird an der Urne entscheiden, ob «in den Kernzonen mit Ausnahme der für die Schifffahrt notwendigen Infrastrukturen keine weitere Hafeninfrastruktur zu Kunstzwecken aufgestellt wird».

– 24,5 Millionen für den Campus Biel: Einstimmig genehmigte der Berner Grosse Rat den Projektierungskredit für die Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau der Berner Fachhochschule. Baustart ist laut ‹Der Bund› 2018, Bezug 2021.

– «Zwillingstürme mit Weitsicht» titelt die ‹NZZ› in der Domizil-Beilage über das Turmpaar im Zürcher Leutschenbachquartier von den Architekten Baumschlager Eberle. Die Kundschaft der bis zu 300 m2 grossen Wohnungen sei «urban orientiert, weltoffen und mit erhöhtem Mobilitätsbedürfnis».

– «Mehr als 3-D-Zeichnen»: In der Domizil-Beilage stellt die ‹NZZ› die Gebäudedatenmodellierung (Building Information Modeling) vor. Vermutlich würde die Technologie die Schweizer Planung revolutionieren, vorerst habe man es aber mit «unbegründeten Ängsten» zu tun.

– Tramdepot an der Kantonsgrenze: Der ‹Tages-Anzeiger› berichtet über Baupläne der Limmattalbahn AG. Auf dem Dietiker Areal Müsli an der Kantonsgrenze Zürich/Aargau plant diese eine 13'000 m2 grosse Anlage mit Waschanlage für geschätzt 40 Millionen Franken.

– «Führung der Manifesta formiert sich», titelt die ‹NZZ›. Für die Durchführung der Kunstausstellungen wurden je vier Stiftungsräte aus Vertretern der Manifesta Foundation und der Stadt Zürich gewählt. Die ‹NZZ› berichtet.

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