Forum UZH, Rämistrasse © Herzog & de Meuron

Pläne für das Hochschulquartier überraschen

Seit gestern ist bekannt, wie das Zürcher Hochschulgebiet künftig aussehen soll. «Unerwartet», «raffiniert» und «zurückhaltend», urteilt die Presse.

Am Dienstag haben die Projektverantwortlichen von Stadt und Kanton Zürich, des Universitätsspitals sowie der Universität und der ETH Zürich die Visualisierungen der ersten beiden grossen Neubauten für das Hochschulgebiet Zürich Zentrum präsentiert. Überraschen würde der Entwurf von Herzog & de Meuron für das universitären Bildungs- und Forschungszentrum, das sogenannte Forum UZH. Indem das Gebäude von der Rämistrasse zurückversetzt wird, entsteht ein grosszügiger, öffentlicher Platz. «Einen solchen Platz hatte bisher niemand auf der Rechnung, er tauchte auch auf keinem Plan auf», schreibt der «Tages-Anzeiger». Unter dem neuen Platz sollen Hörsäle und Turnhallen untergebracht werden. Das Forum, aber auch das Kernareal des Unispitals nach dem Studienauftrag von Christ & Gantenbein unterschreiten die Maximalhöhe. «Es sollte nicht wie im Spital aussehen. Deshalb haben wir ja auch nicht eine dieser riesigen Spitalmaschinen entworfen, sondern ein Ensemble aus Häusern,» werden die Architekten in der «NZZ» zitiert. Die beiden ersten Projekte sollen bis etwa 2027 realisiert werden. Die Kosten werden je auf rund 600 Millionen Franken geschätzt. Weitere Schritte seien noch offen. So würde über einen unterirdischen Shuttle nachgedacht, das zwischen den beiden Bahnhöfen das Hochschulquartier erschliessen würde, schreibt die «NZZ» in einem weiteren Artikel.

Weitere Meldungen:

– Die Initianten der Zersiedelungsinitiative sehen den Einzonungsstopp als Ergänzung zum Raumplanungsgesetz. Erst wenn kein neues Bauland mehr eingezont werden dürfe, komme es zu einer effizienteren Nutzung von Flächen über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinweg, schreibt die «NZZ».

– Basel-Stadt soll den Bau des dritten Hafenbeckens mit 115 Millionen Franken alimentieren. Damit soll das Westquai mit dem Dreiländereck und der Klybeckinsel im kommenden Jahrzehnt für eine städtebauliche Entwicklung frei werden, die «BZ» berichtet.

– In den kommenden Jahren wird die Berner Muristrasse saniert. Die dafür erforderlichen Verkehrsumleitungen müssen sorgfältig geplant werden. «Der Bund» informiert.

– Trotz absehbarem Konkurs treibt Hauptaktionär Guido Schönenberger das Lugnezer Windpark-Projekt voran. Mit einer technischen Pionierleistung sollen Probleme beseitigt werden, berichtet die «Südostschweiz».

 

Kommentare

Andreas Konrad 12.01.2019 20:23
HdM machen alles falsch und damit alles richtig : Sie foutieren sich um die Wucht des Gestaltungsplans mit seinen Agglo -Stufung , setzen einen feinen Körper ( « Niemeyer » ) klar der Strassenkante entlang und erfinden einen Platz . Die ungewöhnlichen Flügelis an der Fassade gehören schon beim zweiten Blick zu Zürich . Das zweite Team ( C & G ) machen alles richtig und damit alles falsch : Polierte Routine , die so auch in einem Gewerbegebiet in Spreitenbach stehen könnte . Die wenigen Details sind zu vulgär und grob . Zuwenig für diesen wichtigen Ort . Fazit : Herzog de Meuron können bauen , Christ & Gantenbein nochmals über die Bücher .
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Ich kann das Bild nicht lesen