Lichtdurchlässige Marmorplatten umhüllen den Kirchenraum der Piuskirche in Meggen, das berühmteste Werk von Franz Füeg. Fotos: Kuster Frey

Pionier des standardisierten Bauens

Kaum ein Architekt seiner Generation hat sich so viele Gedanken über Systeme und Standardisierung gemacht wie der Solothurner Franz Füeg, schreibt die «NZZ».

Die «NZZ» interviewt den 98-Jährige Architekten Franz Füeg: «Der Bogen vom Ästhetischen zum Technischen bildet in seinem Denken die Basis für eine Architektur im Dienst des Menschen. Man soll durch die Standardisierung den Gestaltungsspielraum öffnen, nicht einschränken.» Die Frage nach der Technik sei in Füegs Denken zwingend auch eine ästhetische Frage und gehe so einher mit der Suche nach den Grundprinzipien des Raums. Im Interview sagt der Architekt: «Qualität kann man nicht einfach organisatorisch schaffen. Schnelligkeit kann man organisieren, Langsamkeit auch. Aber nicht Qualität, das ist eine andere Kategorie in unserer Realität.» Wie haben sich die Prozesse der Architektur seither verändert? «Die Fragen sind grundsätzlich gleich geblieben: Bauen ist Bauen.»

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– Das grösste Hochhausprojekt von Tokio nimmt Gestalt an, berichtet die «NZZ». Statt stundenlang zu pendeln, sollen die Tokioter näher an ihren Arbeitsplätzen wohnen.

– Der Corviale, der grösste Sozialbau Italiens, wird gemeinhin Riesenschlange genannt. Seine Bewohner werden vom Staat seit je vernachlässigt. Eine Reportage in der «NZZ».

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