Hans Hollein auf einem Bild von 1976: Am 24. April ist der Architekt nach längerer schwerer Krankheit verstorben. Fotos: SarahStierch via Wikimedia

Pionier der Postmoderne

Der Architekt Hans Hollein ist tot. Am 24. April ist der österreichische Pritzkerpreisträger im Alter von 80 Jahren verstorben. Die «NZZ» blickt zurück auf das Werk des «genialen Formenzauberers», der die Postmoderne prägte wie kaum ein anderer.

Der Architekt Hans Hollein ist tot. Am 24. April ist der österreichische Pritzkerpreisträger im Alter von 80 Jahren verstorben. Die «NZZ» blickt zurück auf das Werk des «genialen Formenzauberers», der 1934 in Wien auf die Welt kam. «Lange bevor der Architekturdiskurs der 1980er-Jahre in ihm einen Exponenten der Postmoderne entdeckte, begründete er eine antifunktionalistische Kritik, deren Kern ein erweiterter, experimenteller Architekturbegriff war», so die Zeitung. Gegen die technokratische Doktrin «Form follows Function» habe er eine Architektur medialer Grenzüberschreitung gesetzt. «Alles ist Architektur», so sein berühmter Ausspruch von 1967. Angefangen hat er im kleinen Massstab mit Boutiquen in Wien. Bald baute er grösser. 1982 eröffnete das Städtische Museum in Mönchengladbach, das zurzeit eine Ausstellung über Hollein zeigt. 1991 folgte das Frankfurter Museum für Moderne Kunst, auch als «Tortenstück» bekannt. «Beide Museen gelten als wichtige Meilensteine der Postmoderne», schreibt die «NZZ». Mit dem Ende der Epoche stand er nicht länger im Rampenlicht, entwarf aber trotzdem eifrig weiter, so die Zeitung.

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