Der zentrale Raum der Bourse de Commerce (© Tadao Ando Architect & Associates, Niney et Marca Architectes, agence Pierre-Antoine Gatier.) Fotos: Maxime Tetard

«Paris heilt eine städtebauliche Wunde»

Durch Tadao Andos Eingriff erwacht die ‹Bourse de commerce› zum Erlebnisort, schreibt die «NZZ». Ausserdem in der Presse: Gestaltungsplanpflicht für die SBB und der öffentliche Raum als Bühne.

«Und plötzlich war es hier mit der Sinnlichkeit vorbei», schreibt die «NZZ» über die Umsiedlung des Pariser zentralen Grossmarkts in die Banlieue im Jahr 1970 – «eine der spektakulärsten Umsiedlungsaktionen der Stadtgeschichte». Doch nun sei die städtebauliche Wunde verheilt:  «Nach vielen Jahren der denkmalgerechten Instandsetzung, des Rückbaus von Zwischendecken und Trennwänden sowie des Einbaus neuer Elemente und schliesslich den endlos wirkenden Monaten der Lockdowns» sei die Eröffnung der ‹Bourse de commerce› als Privatmuseum für François Pinaults Sammlung internationaler Gegenwartskunst ein «Paukenschlag zum ersehnten Frühlingserwachen». Zu verdanken sei dies der Ausstrahlung des historischen Baus selbst, aber auch dem japanischen Architekten Tadao Ando, der behutsam Alt und Neu verbunden und ihn in eine Vitrine verwandelt hat, die Pinaults Kunstgeschmack gilt. «Er erreicht mit seinem Tatami-Mass und -Design Eleganz, ja Noblesse, die Aufmerksamkeit nicht auf sich selbst lenkt und dennoch so intensiv ist, dass man sie nicht ignorieren kann», schreibt die «NZZ».

Weitere Meldungen:

– Der Streit zwischen der Stadt Zürich und der SBB um das Bauprojekt ‹Vuelo› beim Bahnhof Tiefenbrunnen dauert an: Das Verwaltungsgericht hat im Sinne der Stadt entschieden und ja zu einer Gestaltungsplanpflicht gesagt. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– «Kantonsrat will Verkehrskollaps verhindern»: Das Zürcher Quartier Lengg ist schweizweit das grösste Arbeitsplatzgebiet im Gesundheitsbereich - mehrere Kliniken, künftig auch das Kinderspital, haben hier einen Standort. Nun wird der Verkehr beschränkt, auf 11’600 Autos pro Tag, schreibt der «Tages-Anzeiger».

– Die ältesten Teile des Lärchabodastalls oberhalb von Vals stammen aus dem Jahr 1329. Jetzt saniert die örtliche Gandahus-Vereinigung das einzigartige Bauwerk mit viel Liebe fürs Detail. Die «Südostschweiz» berichtet.

– «Widerstand gegen Tramachse ins Fischermätteli»: Die zuständige Berner Stadtratskommission will die millionenteure Sanierung zurückweisen und auf den Bus setzen - zugunsten der Velofahrer. Der «Bund» berichtet.

– «Der Türmchenbauer von Bern»: Als um 1860 im Oberland die erste Tourismuswelle anrollte, war Horace Edouard Davinet zur Stelle: Der Franzose, der in Bern wirkte, war einer der gefragtesten Hotelbauer seiner Zeit, schreibt der «Bund».

– «Der öffentliche Raum ist wie eine Bühne»: Warum die St.Galler Kreuzbleiche ein Glücksfall ist und weshalb eine Stadt solche Plätze braucht, erklärt Sozialraumexperte Dani Fels im «St.Galler Tagblatt».

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