Olgiatis eigen Villa Além in Portugal. Architektur, die ihren Sinn nur aus sich selbst bezieht? (Foto: Archiv Valerio Olgiati)

Olgiatis schöne neue Welt

Heute in der Presse: Valerio Olgiati ruft eine neue Architekturepoche aus. In Bern gibt es so viele Popupbars wie noch nie. Auf Zürichs Dächern schlummert ein Central Park.

‹Nicht-Referenzielle Architektur. Gedacht von Valerio Olgiati› steht auf dem blauen Büchlein mit 128 Seiten. Die ‹Südostschweiz› hat es gelesen und sieht darin «Olgiatis Leitfaden für eine neue Architekturepoche». Erstmals funktioniere die Welt auch «ohne ein grundlegendes Verständnis von kulturellen und historischen Beziehungen», schreibt Olgiati gemeinsam mit dem Architekturtheoretiker Markus Breitschmid. Die Postmoderne mit ihrem multikulturellen Ideal sei beendet. Es gebe keine gemeinsamen Projekte oder Programme mehr. Die Gesellschaft zerfalle in Individuen und Gruppen mit «absolut unvereinbaren Interessen». In dieser nicht-referenziellen Welt brauche es eine nicht-referenzielle Architektur, die ihren Sinn «nur aus sich selbst» beziehe und nach «Neuheut streben muss». In retrophilen Zeiten eine Provokation?

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«Hipsterbars, mit städtischem Segen», titelt ‹Der Bund› über Berns temporäre Bars und ihre Konflikte. Wegen des Klimawandels dürfte sich der Trend weiter verstärken.

Singapur ist auf Sand gebaut. Die ‹Luzerner Zeitung› berichtet über ehrgeizige Ausbaupläne und den dafür notwendigen, immer schwieriger erhältlichen Rohstoff.

Berg am Irchel ist die günstigste Gemeinde des Kantons Zürich. «Trotzdem ziehen die Leute weg», schreibt die ‹NZZ›, während die Leute paradoxerweise in die teuere Stadt strömen.

«Über der Stadt muss Zürich grüner werden», titelt der ‹Tages-Anzeiger›. Flachdächer so gross wie der New Yorker Central Park zu aktivieren, wären «ein Segen für die Umwelt».

– Basels Online-Stadtplan ist «eine regelrechte Fundgrube für Hintergrundinfos». Laut ‹Basler Zeitung› sollen im 3D-Modell bals auch Bauprojekte sichtbar sein.

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