Das Projektkonzept für das neue Friesenberg-Quartierzentrum. Fotos: www.zefri.ch

Ökologischer Leuchttrum wankt

Der Friesenberg in Zürich soll ein neues Quartierzentrum mit Wohnungen erhalten – für 75 Millionen Franken. Dagegen formiert sich Widerstand, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Der Friesenberg in Zürich soll ein neues Quartierzentrum mit Wohnungen erhalten – für 75 Millionen Franken. Dagegen formiert sich Widerstand, schreibt der «Tages-Anzeiger». Nun kommt es zum Showdown: Die Zürcher Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) will am Donnerstag im Volkshaus vom Bau des neuen Zentrums überzeugen. 350 der rund 3200 FGZ-Genossenschafter haben eine ausserordentliche Generalversammlung erwirkt. Sie fordern ein Abbruchverbot für jene 92 Wohnungen und sechs Ateliers, die dem neuen Zentrum weichen müssen. Das Siegerprojekt aus dem 600 000 Franken teuren Architekturwettbewerb sei ein «ökologischer Leuchtturm», sagt Alfons Sonderegger, Präsident der FGZ. Das Zentrum soll das Quartier am Fuss des Uetliberg aufwerten und einen Beitrag zur Realisierung der 2000-Watt-Gesellschaft leisten. Sonderegger warnt vor einem Abbruchverbot: «Es würde jede Entwicklung blockieren.»

Weitere Meldungen:


–  Die Öffnung des Eisenbahnmarktes in Mitteleuropa, eine Folge der EU-Mitgliedschaft, hat frischen Wind in einen stark erneuerungsbedürftigen Sektor gebracht, schreibt die «NZZ». Davon will nun auch das Unternehmen Stadler profitieren.

– Die Stadt Zürich geht unter die Guerilla-Gärtner, berichtet der «Tages-Anzeiger». Mit einer eigenen Saatmischung möchte sie die Malven von Maurice Maggi verdrängen.

– In der «BaZ» findet sich ein Portrait des expressionistischen jüdischen Architekt Erich Mendelsohn.

close

Kommentare

Hans 10.04.2012 17:48
Grosses Wundern darüber, wie Planer in diese wunderbare gewachsene Umgebung ortsuntypische Blockrandbebauungen stellen können. Da drängen sich doch auch Fragen zur Kompetenz der Wettbewerbsjury auf.
P. Fischer 11.04.2012 19:09
Es handelt sich hier um das Modell der Testplanung, das Wettbewerbsprojekt wird am Freitag den Medien vorgestellt.
Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen