Die Erweiterung nach Calatravas Vorstellung im Modell. Ganz links das zusätzliche Gleis.

«Niemand kennt die Situation am Stadelhofen besser als wir»

Dem Bahnhof Stadelhofen drohe aufgrund des Projektwettbewerbs der SBB die Verschandelung, sagt Calatravas Büroleiter im Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

«Der Stadelhofen ist nicht einfach ein Nutzbau, sondern ein Bauwerk, ein Gesamtkunstwerk, weil es Ingenieurskunst mit Architektur vereint», meint Mike Pfisterer, der das Zürcher Büro von Santiago Calatrava leitet im «Tages-Anzeiger». Die Situation am Stadelhofen sei einmalig. Weil der Urheber noch lebe können man die Substanz «natürlich wachsen lassen». Der Wettbewerb der SBB verletze das Urheber- und das Persönlichkeitsrecht von Santiago Calatrava. Darum wolle sein Büro für den Umbau und Ausbau des Bahnhofs einen Direktauftrag: «Die Situation am Stadelhofen ist sehr komplex, und niemand kennt sie besser als wir. Mit dem Wettbewerb, so wie ihn die Schweizerischen Bundesbahnen nun ausgeschrieben haben, droht der Geist des Stadelhofens zerstört zu werden.»

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– «Hollywood versammelt seine Artefakte»: Ausgerechnet Los Angeles hatte bisher kein Filmmuseum. Renzo Pianos «Raumschiff» schafft Abhilfe, schreibt die «NZZ».

– Die Villa Recife in St.Gallen kann abgerissen werden. Der Stadtrat will sie nicht unter Denkmalschutz zu stellen. Das «St.Galler Tagblatt» berichtet.

–  In den Vereinigten Arabischen Emiraten erinnern neue Hotels an alte Zeiten. Sie sollen Leben in die Innenstädte von Dubai und Sharjah bringen, schreibt die «NZZ».

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