Holz statt Beton: Kengo Kumas neues Olympiastadion in Tokio. Fotos: 江戸村のとくぞう via Wikimedia

«Niedrigere Bauten, das ist die Zukunft»

«Holz statt Beton, filigran statt klotzig, ziemlich bescheiden und ein Jahr zu spät.» Der «Tages-Anzeiger erzählt die Geschichte von Kengo Kumas neuem Olympiastadion in Tokio.

Das neue Nationalstadion in Tokio, erbaut für die Olympischen Sommerspiele 2020, wirke trotz seiner Leichtathletik-Infrastruktur mit neun Laufbahnen fast intim, schreibt der «Tages-Anzeiger». «Holz gibt einem Bau Intimität», sagt Architekt Kengo Kuma. «Kleine Balken, das ist eine japanische Tradition.» Von aussen scheine das Stadion fast klein, meint der «Tagi»: «Die Holzfassade ist offen, die Lauben sollen künftig dem allgemeinen Publikum zugänglich gemacht werden.» Zurückhaltung und die Rückkehr zu natürlichen Baustoffen seien Kumas Programm. «Wir bauen in die Horizontale, bauen bescheiden. Japan hat in seiner Geschichte eine lange Tradition, nachhaltig zu bauen.» Die sei im 20. Jahrhundert vergessen worden. «Jetzt kann Tokio der Welt zeigen: Holz und niedrigere Bauten, das ist die Zukunft», sagt Kuma.

Weitere Meldungen:

–  Das «St.Galler Tagblatt» fragt, ob genügend Interessenten für das Entwicklungsgebiet Wil West mit bis zu 3000 Arbeitsplätzen vorhanden seien.

– «Das lange Warten auf die grosse Welle»: Am Riehenring sollte seit 2018 ein Freizeitangebot für Jugendliche stehen - vielleicht wird es aber nie gebaut, schreibt die «Basler Zeitung».

– Vier Jahre nach der Volksabstimmung zum Areal ‹Serletta Süd› in St. Moritz hat das Bündner Verwaltungsgericht die Planungsbeschwerden der Nachbarn abgewiesen. Die «Südostschweiz» berichtet.

– «Die Fotografie verliert ein Schaufenster»: Romano Zerbini schliesst per Ende Juni wegen mangelnder Finanzen die Photobastei Zürich. «Tages-Anzeiger» und «NZZ» berichten.

– «100 Jahre Bauhaus» feierte viel falsche Aufregung: Das Jubiläumsjahr liess vieles unterbelichtet, meint die «NZZ».

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Kommentare

Olaf 09.01.2020 09:24
"Niedrige Bauten, das ist die Zukunft." — dann schaut euch bitte das neue Borrweg-Schulhaus an. Sechs Etagen für ein Primarschulkind. Acht, wenn es vom obersten runter in die Turnhalle muss. Zum Aufwärmen perfekt. Aber am Friesenberg eine städtebauliche Zumutung.
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